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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Cembalo-Konzert In Ganderkesee: Auf technische folgt kosmetische Kur

30.09.2019

Ganderkesee Ganz abgeschlossen ist die Restaurierung noch nicht – aber schon jetzt liegen Welten zwischen jenem Zustand, in dem sich das Cembalo der ev.-luth. Kirchengemeinde im April noch befunden hatte, und dem aktuellen. Davon haben sich am Samstagabend rund 90 Zuhörer in der Kirche St. Cyprian und Cornelius überzeugt, als Kreiskantor Thorsten Ahlrichs das Instrument zum Abschluss der „Tastentage“ präsentierte.

Ahlrichs demonstrierte sowohl die solistische als auch – zusammen mit der Violinistin Katharina Wulf (Hamburg) – die kammermusikalische Qualität des 1980 erbauten Keith-Hill-Cembalos. Dieses war der Kirchengemeinde aus Privatbesitz geschenkt worden – mit der Maßgabe, es zu restaurieren, zu pflegen und zu nutzen. „Es ist leiser und obertöniger geworden“, beschreibt der Kreiskantor die klangliche Veränderung. Auch Polyphonie sei jetzt gut darstellbar. Zudem spiele sich das Instrument leichter, nachdem es komplett neu besaitet und die Spielmechanik reguliert worden sei.

„Es ist genau so geworden, wie wir es uns erhofft haben“, sagt Ahlrichs über die Restaurierung des Innenlebens. Rund 5000 Euro aus Spenden hat die Kirchengemeinde in die technische Erneuerung investiert. Etwa diese Summe wird auch für den zweiten Abschnitt der Arbeiten benötigt: Die Oberflächen des Cembalos sollen überarbeitet werden und das dreibeinige Untergestell wird einer stabileren Variante der französischen Schule mit sechs Beinen weichen. „Das ist der größte Posten“, erklärt Ahlrichs. Insgesamt 7000 Euro an Spenden seien bislang bereitgestellt worden. Der Bedarf sei etwas geringer als zunächst angenommen, da die Decke des Cembalos doch nicht erneuert werden müsse.

Einen Teil seiner Kur hat sich das Instrument selbst verdient: Unmittelbar nachdem es die Werkstatt des Oldenburger Spezialisten Dietrich Hein verlassen hatte, sei es bei einem Konzert des Staatstheaters im Oldenburger Schloss zum Einsatz gekommen und danach noch einmal im Theater selbst, so Ahlrichs. Die Miete floss mit in die Restaurierung.

Im kommenden Jahr wird das Cembalo, das dann 40 Jahre alt wird, in mehreren Konzerten erklingen. Unter anderem am 5. Juli zusammen mit zwei weiteren Cembali, kündigt Thorsten Ahlrichs an. Zudem habe er gerade mit dem niederländischen Pianisten Jan van Wijk ein „Zweimal gehört“-Konzert vereinbart, bei dem das gleiche Werk von Johann Sebastian Bach jeweils einmal auf dem Klavier und auf dem Cembalo erklingen werde.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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