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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Comedy: Puppe schäumt vor Wut

28.04.2018

Ganderkesee Kaum ist die kurze offizielle Begrüßung durch die VHS-Vertreterin Dr. Wiebke Steinmetz vorbei, hat Detlef Wutschik mit seiner Klappmaul-Puppe namens Werner Momsen und seinem aktuellen Programm „Schaum vorm Mund“ seinen großen Auftritt – und die knapp 200 Gäste in der Mensa am Steinacker von der ersten Sekunde an auf seiner Seite.

Werner Momsen kennt sich aus, hat zu allem und jedem eine Meinung und reißt sein Klappmaul ganz schön weit auf – das Publikum dankt es ihm mit lautem Lachen und reichlich Beifall. Ihn für Ganderkesee zu verpflichten, war absolut kein Griff ins Klo. Apropos: Auch aus dieser „Abteilung“ weiß Momsen einiges Amüsantes zu berichten und trifft den Nerv der Zuhörer.

Denn wer hat nicht schon mal rätselnd vor Klotüren mit kryptischen Mann- und Frau-Symbolen gestanden? „Alleine diese komischen Kreise mit Pfeilen, dafür muss man ja Philosophie studiert haben“, meint Momsen und legt nach mit Klo-Szenen, die irgendwie jeder schon mal erlebt haben dürfte. Da geht das vom Bewegungsmelder gesteuerte Licht aus, weil die Sitzung länger dauert als offenbar erlaubt, zieht man ungewollt gleich einen ganzen Stapel Papierhandtücher aus dem Spender und musste sich zuvor schon fragen, wie denn wohl der Wasserhahn angeht. „Da steckt ’ne ganze Sanitär-Mafia hinter“, mutmaßt die Hamburger Kodderschnauze.

Das Nordlicht weiß auch um den Schlag Mensch hier oben. „Der Norddeutsche verträgt sich meist erst in der zweiten oder dritten Generation wieder. Bei den Südländern weiß man hingegen oft gar nicht: Regen die sich auf oder reden die nur miteinander?“ Der Deutsche an sich sei dazu Weltmeister im Jammern. „Wir können uns nicht freuen, sondern warten den ganzen Tag, was als nächstes passiert. Freu’ Dich nicht zu früh“, legt Momsen den Finger in die Wunde derjenigen, die meist missmutig durchs Leben laufen.

In den 1970er Jahren reichte ein Griff zur HB-Zigarette, um runterzukommen. Heute sollen Klangschalen und Mandalas den gleichen Effekt erzielen. „Aber die reichen bei mir nicht, wenn mir mal richtig die Galle überkocht“, redet Momsen sich förmlich in Rage und arbeitet sich auch an Jochen Schweizer und seinen Gutschein-Offerten ab. „Wirklich jetzt: Da ist auch Baggerfahren in Osnabrück dabei. Was soll ich denn in Osnabrück? Und dann mit’m Bagger dahin? Das dauert ja ewig.“

Aufregen kann Momsen sich aber nicht nur über Jochen-Schweizer-Gutscheine, sondern noch viel mehr, „wenn ich sonntagnachmittags ’ne alte A-Klasse vor mir habe, immer schön auf der Mittelspur, weil es damals nur zwei Spuren gab, als der Fahrer Führerschein gemacht hat. Da hilft nicht mal die Lichthupe, das merken die gar nicht und meistens haben die Fahrer auch einen Buckel und können sich gar nicht mehr umdrehen“, wütet Momsen und hat noch einen Tipp fürs Publikum parat: „Das Auto ist der beste Wutraum, es kriegt ja keiner mit, wie wir uns aufregen, aus der Haut fahren und abreagieren. Das bleibt alles an der Windschutzscheibe hängen.“

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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