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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Entwicklungshilfe Aus Ganderkesee Und Delmenhorst: So fordern Kinder ihre Rechte ein

04.01.2020

Ganderkesee Seit zehn Jahren erinnert stets Anfang Januar eine Ausstellung im Ganderkeseer Rathaus an die Rechte von Kindern und Jugendlichen und zeigt, dass junge Menschen in vielen Teilen der Erde in anderen Umständen leben müssen als hierzulande. Diesmal hat das Kinderhilfswerk „terre des hommes“ (tdh) eine neue Perspektive gewählt: Unter dem Motto „Welt verbessern? – Machen wir!“ wird auf großformatigen Plakaten gezeigt, wie vielfältig und kreativ sich Kinder und Jugendliche selbst für ihre Rechte einsetzen.

Vortrag über Projekte in Indien

Über die konkrete Projektarbeit von „terre des hommes“ in Indien informiert Dr. Kerstin Elbing am Mittwoch, 8. Januar, 19 Uhr, bei einem Vortrag in der Ganderkeseer Gemeindebücherei. „Nachhaltige Entwicklung zwischen globalen Zielen und lokalen Initiativen“ ist er überschrieben.

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der tdh-Gruppe Ganderkesee-Delmenhorst begleitet die Projekte in Indien seit vielen Jahren und war selbst mehrfach vor Ort, um mit den Projektpartnern über nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, um Spenden wird gebeten.

Das ist bitter nötig, wie fünf Mitglieder der tdh-Arbeitsgruppe Ganderkesee-Delmenhorst am Freitag zum Auftakt der Ausstellung deutlich machten. 30 Jahre liegt die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention zurück, die von allen Staaten – außer den USA – ratifiziert wurde. Diese verpflichten sich unter anderem, Minderjährige vor Diskriminierung zu schützen, sich am Kindeswohl zu orientieren, Kindern das Recht auf Entwicklung zu gewähren und die Meinung von Kindern zu berücksichtigen.

Ein Kinderrecht fehlt

Ein Aspekt indes fehlte: „Die Rolle der Umwelt wurde vor 30 Jahren noch nicht bedacht“, erklärte Regina Hewer. Die Dimension von Klimawandel, Raubbau an Ressourcen oder Luftverschmutzung habe damals noch keine große Rolle gespielt – anders als heute. „Kinder sind von Umweltzerstörung besonders betroffen“, machte Regina Hewer deutlich. Umweltgifte etwa würden den kindlichen Organismus deutlich stärker schädigen. Jedes Jahr würden 1,5 Millionen Kinder ihr Leben durch Magen- und Darmerkrankungen verlieren. „In den meisten Fällen ist die Ursache verunreinigtes Trinkwasser“, erklärte sie. Rund zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren würden jährlich an Atemwegserkrankungen sterben – mehr als die Hälfte davon seien umweltbedingt.

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Das Kinderhilfswerk sieht den UN-Kinderrechtsausschuss in Genf in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Kinderrechtskonvention weiterentwickelt wird. Im März startet eine Kampagne zum Thema, die sich auch lokal niederschlagen soll. Auch an die Bundespolitik richtet „terre des hommes“ die Forderung nach dem Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt.

Sonntag Sockenverkauf

Die Ausstellungseröffnung nutzte die tdh-Gruppe auch für eine kurze Rückschau auf 2019. Nicht nur in puncto Öffentlichkeitsarbeit blickte Barbara Wessels auf ein erfolgreiches Jahr zurück, sondern auch finanziell: Bei fünf Benefiz-Verkäufen und Besuchen des „terre des hommes“-Weihnachtsmanns seien 8700 Euro für die Projektarbeit in aller Welt zusammengekommen. Auch beim Schredderfest an diesem Sonntag, 5. Januar, wird die Gruppe wieder mit einem Verkauf von handgestrickten Socken vertreten sein.Die Ausstellung kann bis zum 24. Januar kostenfrei besichtigt werden. Die tdh-Gruppe bietet mit Anmeldung unter Telefon   04222/2873 auch Gruppenführungen und Unterricht in Schulen zum Thema „Kinderrechte“ an. Ab Februar kann die Ausstellung zudem ausgeliehen werden.


     www.tdh-ag.de/delmenhorst-ganderkesee 
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
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