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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Experten prüfen Festwagen akribisch

07.02.2018

Ganderkesee Böses Erwachen für einige Teilnehmer des Karnevalsumzugs in Ramsloh (Landkreis Cloppenburg): Die Polizei kontrollierte am vergangenen Sonntag kurz vor dem großen Umzug 25 Zugmaschinen samt Anhänger. Das Ergebnis: 13 Gespanne wurden beanstandet, fünf Fahrzeugen sogar die Weiterfahrt untersagt. Auf die Teilnehmer kommen Geldstrafen, vielleicht sogar Punkte in Flensburg zu.

Kann sowas auch in Ganderkesee passieren? Nein, sagt Umzugsleiter Ronalt Bachmann. „Bei uns nimmt der TÜV vorher alles ab.“

Innerhalb der drei Wochen vor dem Umzug besuchen ein Kfz-Sachverständiger der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) und ein Mitarbeiter der Prüfgesellschaft Dekra die Umzugsteilnehmer. Teilnehmen dürfen nur zugelassene Fahrzeuge mit gültiger TÜV-Plakette. Auf einem Merkblatt der GGV stehen alle weiteren Kriterien, die eingehalten werden müssen.

Schon bei der Anmeldung müssen die Teilnehmer die entsprechenden Papiere einreichen, wie das Fahrzeugdatenblatt und vor allen Dingen die Ausnahmegenehmigung der Kfz-Haftpflichtversicherung für Brauchtumsveranstaltungen. „Da achten wir akribisch drauf“, sagt Bachmann. „Der Fahrer haftet. Wer die Unterlagen nicht vorlegt, darf nicht fahren.“

Die Sachverständigen prüfen beim Besuchstermin dann unter anderem, ob eine stabile Brüstung vorhanden ist. Fahrzeuge, auf denen Personen mitfahren, müssen mit einer mindestens einen Meter hohen Brüstung ausgestattet sein. Auch auf sichere Deichseln sowie Ein- und Ausstiege achten die Prüfer laut Bachmann besonders. Und natürlich müssen die vorgegebenen Längen und Höhen eingehalten werden, damit die Wagen auch unter Ampeln hindurch und um die Kurven passen. Nach dem Prüftermin haben die Teilnehmer Gelegenheit, nachzurüsten. Dass ein Umzugswagen vorher aus dem Verkehr gezogen wurde, habe es noch nicht gegeben.

Auch am Umzugstag selbst stehen Streckenposten bereit, die die Wagen im Auge haben, sagt Bachmann. Während des Umzugs habe es bisher nur einen Vorfall gegeben. 2010 hatte das Kostüm eines Elfjährigen Feuer gefangen, er war in die Nähe eines Heizstrahlers gekommen. „Den Wagen haben wir aus dem Verkehr gezogen“, berichtet Bachmann und warnt: „Heizungen sind verboten.“

Sonja Klanke
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2742

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