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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Beim Warten feiern und bewundern

04.03.2019

Ganderkesee Schon lange vor dem Umzug reihte sich an der Bergedorfer Straße ein Festwagen an den anderen. Viele Gruppen nutzten die Wartezeit, um auf der Straße zu tanzen und zu feiern. Und auch, um die Kunstwerke der anderen zu bewundern: „Jeder geht mal nach vorne und guckt sich die anderen Wagen an“, sagte Tobias Bücking von den Urneburgern.

Die Gruppe, auf deren Festwagen zwei Elefanten aus Pappmaché und ein Nachbau des indischen Taj Mahal prangten, stellte dabei fest, dass auch andere ein orientalisches Motto gewählt hatten. Doch Konkurrenzdenken gebe es nicht: „Es gibt große Wertschätzung“, meinte Tobias Bücking. Und neue Ideen. Ein bisschen Aufregung gehörte ebenfalls dazu: Man hoffe, dass alles gut gehe und die Technik nicht versage, meinten die Urneburger.

Andere waren aufgeregt, weil sie zum ersten Mal im Faschingsumzug mitgingen. „Die Orgelpfeifen“ hieß die Gruppe der ev.-luth. Kirchengemeinde, die erstmals dabei war. Mit einem Nachbau von Kirche und Orgel auf dem Wagen und Pfeifen auf dem Kopf machten sich auch Pastorin Uta Brahms und Kantor Thorsten Ahlrichs für den Umzug bereit. Eine andere Fußgruppe mit Mottowagen dagegen zog zum letzten Mal mit. Die Mitglieder des „Zusammengewürfelten Haufens“ trugen zum Abschied winkende Hände auf ihren roten Anzügen. „Im nächsten Jahr stehen wir am Rand und haben da unseren Spaß“, sagte Heiko Behnken. Anfangs seien etwa 50 Leute dabei gewesen, inzwischen seien es nur noch knapp 20. „Irgendwann geht alles mal zu Ende.“ Aber was vergangen ist, kann auch viel Spaß machen. Zwischen Wagen mit wummernder Musik und Menschen in grellbunten Kostümen wartete das Team des Landhandels aus Kirchhatten. Zwischen Kartoffelsäcken, Reiserbesen, Eierpaletten und Schlagermusik bot Frau Poggensteert selbst gebackenes Spritzgebäck an – natürlich auf Plattdeutsch. Dazu gehörte eine illustre Runde in Kitteln und Holzpantinen. „Es ist unsere Sache, dass wir es schön traditionell und altmodisch halten“, sagte Michael Meyer, der die Verkäuferin in dem urigen Landhandel gab.

Das Warten bot den Akteuren auch Zeit, die originellsten Kostüme zu bewundern. Die „Verrückten Weiber“ aus Bookholzberg trugen Bademäntel in Weiß und Rosé, die sie mit Quietscheenten und Luftballons verziert hatten. Und die „Delmeschelme“ hatten flauschige Schals zerschnitten, um daraus Pusteblumen-Kopfbedeckungen zu machen. Komplett selbst gemacht war auch die Narrenkleidung der „Spätzünder“. Die „Faschings-Chamäleons“ dagegen hatten Geschäftskontakte zu einem indischen Dorf aufgebaut, um für ihren Bollywood-Auftritt an originale Saris zu kommen.

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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