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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Gottesdienst Des Ökumenekreises Ganderkesee: Damit sich der NS-Terror niemals mehr wiederholt

23.01.2020

Ganderkesee Es war ein Terror, der auch Opfer unter den Ganderkeseern forderte: Aus Anlass des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, lädt der Ökumenekreis Ganderkesee Bürger aller Generationen und Religionen für Montag, 27. Januar, 19 Uhr, zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in die katholische Kirche St. Hedwig ein. Gestalten wird ihn Pastorin Uta Brahms (ev.-luth. Gemeinde), ihren Teil dazu beitragen werden Pfarrer Norbert Lach als Gastgeber und Hausorganist Wolfgang Bierek von der katholischen Gemeinde St. Hedwig.

„In dieser meditativen Stunde sollen uns Steine – Stolpersteine und Grenzsteine – anstoßen und zum Nachdenken anregen über unserer Haltung und Einstellung gegenüber Fremdenhass, Antisemitismus, Terror und Gewalt“, erläutert Hermann Abeln, Sprecher des Ökumenekreises.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist seit 1996 in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Er bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager in Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs.

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Für Pastorin Brahms hat das Predigthema „Steine“ eine besondere Bedeutung. Ein Verwandter von ihr begleite den Künstler Gunter Demnig journalistisch dabei, wie er sogenannte „Stolpersteine“ verlegt und so das Gedenken an Menschen aufrecht hält, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Freitod getrieben wurden.

SPD Gedenkt Opfern

Der SPD-Unterbezirk Oldenburg-Land veranstaltet ebenfalls am Montag, 27. Januar, eine Veranstaltung zur Erinnerung an die Verbrechen der Nazis sowie zur Warnung vor Akzeptanz von Fremdenhass und Antisemitismus.

Beginn ist um 18 Uhr im „Flett“ im Dorfpark Falkenburg, Hauptstraße 30. An der „zerrissenen Wand“, in die ein Stein aus dem Krematorium in Auschwitz eingelassen ist, wird ein Kranz niedergelegt.

Hermann Abeln vom Ökumenekreis betont: „Wir wissen um die Notwendigkeit einer Veränderung im Denken und Handeln. Die Erinnerung an die geschehenen Gräueltaten darf nicht enden und muss weitere Generationen zur Wachsamkeit mahnen“. Darum seien auch wirklich alle Menschen, gleich welcher Religion, Parteipräferenz oder welchen Alters zur Teilnahme am Gottesdienst eingeladen, so Abeln .

Ein ganz besonderer Gedenkstein, der mit dem Projekt Demnig nichts zu tun hat, erinnert an der Ecke Lange Straße/Ring daran, dass der NS-Staatsterror auch unter Ganderkeseer Bürgern Opfer gefordert hat: Die Eheleute Fritz und Sara Alexander, seinerzeit die einzigen verbliebenen Juden in der Gemeinde, wurden 1942 aus ihrem damals an der Ecke stehenden Haus über Hamburg ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Sara Alexander starb dort am 26. September 1942, ihr Mann am 27. April 1943. Von den drei Kindern überlebte nur der Sohn Heino, dem 1939 die Ausreise nach England gelang.

Heute stehen auf dem Grundstück andere Wohnhäuser. Nur der große Feldstein im Beet mit seinem metallenen Davidstern, einer Gedenkinschrift und zwei Engelsfiguren erinnert noch an die Opfer.

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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