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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirchengemeinde Ganderkesee: Ruhestätten sind ein emotionales Thema

11.07.2019

Ganderkesee Menschen werden nicht nur geboren, sie sterben auch und werden begraben. Swenja Scherschanski ist in der Kirchengemeinde Ganderkesee zuständig für Friedhofsverwaltung – ein emotionales Thema, wie sie weiß: „Das ist eine sehr empfindliche Stelle für viele.“

Zunehmend leere Gräber

Sie ist keine Ur-Ganderkeseerin, fühlt sich in der Gemeinde aber zuhause. „Seit 1988 lebe ich hier. Ich bin nicht mehr ,die Neue’“, sagt Scherschanski und schmunzelt. Dank ihrer großen Familie habe sie das Gefühl, mit praktisch allen verwandt zu sein. Das hilft sicher bei der nicht immer einfachen Verwaltung der Friedhöfe.

Rund 3100 Grabstätten betreut Scherschanski, die sich auf die Friedhöfe in Bookholzberg und an der Urneburger Straße sowie den Kirchhof der St. Cyprian- und Corneliuskirche verteilen – Tendenz abnehmend. „Es werden derzeit immer mehr Gräber zurückgegeben“ sagt sie, „wir kommen da kaum noch gegen an.“ Es gebe sehr schnell Beschwerden, wenn sich etwas verzögert. Die Leerstände sind allerdings nicht gleichmäßig verteilt. „An der Urneburger Straße haben wir viele freie Gräber, aber auf dem Kirchhof gar nicht.“ Sie glaubt, dass die dortigen, vorwiegend alten Gräber, für die Menschen als etwas besonders geschätzt würden.

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Emotionale Reaktionen

Das Streitthema „Schottergärten“ begleitet Scherschanski tagtäglich. „Wir haben sehr viel Ärger damit“, erklärt sie. Nachdem die Verwaltung Grabbesitzer darauf hingewiesen hat, dass Schotter eigentlich verboten ist, gab es einen Sturm der Entrüstung. Sie kann das durchaus verstehen. „Viele Grabbesitzer sind ältere Menschen, denen die Pflege nicht mehr so leicht fällt“, so Scherschanski. „Die Nutzungsberechtigten sehen dabei aber immer nur ihr eigenes Problem.“ Aufgrund des Widerstandes und teilweise unangemessen heftiger Reaktionen sei entschieden worden, die Friedhofssatzung nicht durchzusetzen. „Für die Nerven der Mitarbeiter“, betont Scherschanski.

Die Emotionen bei unzufriedenen Grabbesitzern gehen manchmal gar so weit, dass mit dem Kirchenaustritt gedroht werde, erzählt Scherschanski. „Dass wir, also die Friedhofsverwaltung, uns selber tragen müssen, wissen viele wohl nicht. Kirchensteuer hat mit dem Friedhof nichts zu tun.“ Immerhin zeichne sich beim Thema Schotter bereits ein neuer Trend ab: „Rindenmulch ist wieder im Kommen.“

Mit ihren Mitarbeitern – den Friedhofsarbeitern Karin Helmbold und Frank Bialek sowie dem Friedhofswärter Gerald Helmbold – bildet Scherschanski ein eingeschworenes Team. „Was ich hier entscheide, muss draußen ja umgesetzt werden“, sagt sie. Weshalb sie auch gerne draußen unterwegs ist, abseits des Schreibtischs.

Aus ihrer Arbeit zieht sie bei allen Anstrengungen auch Freude. Neben der Friedhofsverwaltung bereitet Scherschanski Sitzungen vor und betreut das Thema Arbeitssicherheit. „Wir engagieren uns hier in alle Richtungen“, erklärt sie. Immer wieder gebe es auch dankbare Rückmeldungen. „Wenn jemand rausgeht und sagt ,Sie haben mir sehr geholfen’, dann ist das ein schönes Gefühl“, sagt sie.

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Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
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