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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirchenmusik In Ganderkesee: Weiteres Tasteninstrument für St. Cyprian

06.04.2019

Ganderkesee Die Ganderkeseer St. Cyprian- und Corneliuskirche als Konzertraum ausschließlich mit dem Klang ihrer Schnitger-Orgel in Verbindung zu bringen, ist längst nicht mehr zeitgemäß. 2016 gelang es der ev.-luth. Kirchengemeinde, aus Spenden- und Stiftungsmitteln einen Konzertflügel anzuschaffen. Und die außergewöhnlich gute Akustik des Raumes hat die Kirche über die Region hinaus als Konzertort insbesondere für Alte Musik etabliert. Auch Hochschulen, Festival-Veranstalter und renommierte Musiker von weither haben ihn für sich entdeckt.

Lange Tastennacht

Zu hören sein wird das Cembalo – noch unrestauriert – am Freitag, 12. April, im Rahmen der Schnitger-Tage in der St. Cyprian- und Corneliuskirche: Dort beginnt um 20 Uhr eine „Lange Tastennacht“, in deren zweiter Hälfte Thorsten Ahlrichs und Natalia Gvozdkova Werke für zwei Cembali von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Anderen spielen. Der Eintritt ist frei – in der Pause verkauft der Rotary-Club Wein und Brezeln.

Seit dieser Woche ist St. Cyprian und Cornelius um einen weiteren Anziehungspunkt reicher: Eine Spenderin, die anonym bleiben möchte, hat der Kirchengemeinde ein wertvolles Cembalo vermacht. Erbaut wurde es 1980 vom US-amerikanischen Cembalo-Spezialisten Keith Hill nach französischer Bauart. „Die Spenderin wollte, dass ihr Instrument in gute Hände und in die Hände von Thorsten Ahlrichs kommt“, erklärt Pastorin Susanne Bruns, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats.

Für Kreiskantor Ahlrichs, der bislang – wie schon sein Vorgänger Peter Elgeti – bei Bedarf immer sein privates Cembalo in die Kirche transportiert hat, eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten. Eine seiner Ideen: 2020, wenn das gestiftete Instrument 40 Jahre alt wird, soll es im Sommer eine kleine Konzertreihe geben, bei der als Schlusskonzert ein Werk für drei Cembali und Orchester erklingen könnte.

Auch wenn das Instrument in den vergangenen Jahren im Dornröschenschlaf gelegen hat und kurzfristig einer Restaurierung bedarf, um den hohen Ansprüchen professioneller Musiker für Solo-, Kammer- und Orchesterkonzerte zu genügen: Das Cembalo sei universell einsetzbar und zeichne sich durch einen vollen, sonoren Klang aus, der nicht bei allen Instrumenten aus seiner Entstehungszeit gegeben sei, erklärt Ahlrichs.

Etwa 10 000 Euro in Form von Spendenmitteln benötigt die Kirchengemeinde für die Sanierung. „2500 Euro hat die OLB-Stiftung bereits zugesagt und auch erste Einzelspenden sind eingegangen“, so Ahlrichs. Der Zeitplan für die Sanierung steht unterdessen bereits: Direkt nach Ostern wird der Oldenburger Cembalo-Bauer Dietrich Hein – übrigens ein Schüler Keith Hills – sich das Innenleben des Instruments vornehmen.

„Das Cembalo wird komplett neu besaitet“, nennt Ahlrichs einen der Arbeitsschritte. Später würden dann noch Untergestell und Decke erneuert, so dass das Cembalo auch äußerlich in neuem Glanz erstrahle.

Im überholten Zustand zu hören sein wird es dann im Abschlusskonzert der „Tasten-Tage“ im September dieses Jahres. Ein so hochwertiges Instrument aus der Werkstatt von Keith Hill nutzen zu können, „verstärkt unseren eigenen Anspruch, auf allerhöchstem Niveau Musik zu machen und unterstreicht die kulturelle Bedeutung von St. Cyprian und Cornelius und Ganderkesee im Oldenburger Land“, ist Thorsten Ahlrichs überzeugt.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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