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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Eine Konzertwoche zu Ehren der berühmten Orgel

03.04.2019

Ganderkesee Im April 1699 wurde der Vertrag über den Bau der Ganderkeseer Schnitger-Orgel unterzeichnet. Dass die ev.-luth. Kirchengemeinde an dieses Datum 320 Jahre später noch mit mehreren Konzerten und zwei Orgelführungen innerhalb weniger Tage erinnert, zeigt die Bedeutung des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger bis in die Gegenwart hinein. Von Freitag, 5., bis Samstag, 13. April, findet die dritte Auflage der Schnitger-Tage unter Leitung von Kreiskantor Thorsten Ahlrichs statt.

30 Minuten mit Luise Hoff

Den Auftakt macht an diesem Freitag, 5. April, 16 Uhr, ein 30-Minuten-Konzert: Luise Hoff aus Hamburg spielt Werke von Matthias Weckmann, Dietrich Buxtehude, Hieronymus Praetorius und Johann Sebastian Bach.

Luise Hoff wurde in Berlin geboren und war dort Jungstudentin für Orgel. Sie studierte Kirchenmusik in Hamburg bei Prof. Andreas Rondthaler und Prof. Pieter van Dijk und Orgel an der HfM Detmold bei Prof. Martin Sander. Heute ist sie Kantorin der Kirchengemeinde Hamburg-Langenfelde und konzertiert als Organistin.

Den Abschluss ihres Konzertes bildet die Passacaglia von Buxtehude. Hermann Hesse schreibt in seinem Buch „Demian“ über das Stück: „Wenn ich bedrückt war, dann bat ich Pistorius, er möge mir die Passacaglia des alten Buxtehude spielen. In der abendlichen, dunklen Kirche saß ich dann verloren an diese seltsame, innige, in sich selbst versenkte, sich selber belauschende Musik, die mir jedesmal wohl tat und mich bereiter machte, den Stimmen der Seele recht zu geben.“

Führung und Kurzkonzert

Eine Orgelführung mit Kurzkonzert bietet Thorsten Ahlrichs selbst an den Samstagen 6. und 13. April, jeweils ab 11 Uhr, an. Zunächst wird er die Geschichte und Funktion der Orgel erklären, Klangbeispiele geben und alle Fragen rund um das wertvolle Instrument in St. Cyprian und Cornelius beantworten. Um 12 Uhr, nach dem Mittagsläuten, spielt er dann ein etwa 20-minütiges Kurzkonzert, welches das zuvor Gehörte zusammenfasst.

Orgel und Trompete

„Crossing borders – Eine Weltreise in Jazz“ ist das erste Abendkonzert der Schnitger-Tage überschrieben. Am Samstag, 6. April, lässt das Duo Zia ab 19.30 Uhr eine ganz besondere Klangfarbe der Orgel erklingen: Christian Grosch an der Schnitger-Orgel und Marcus Rust an der Trompete begeben sich gemeinsam auf die Suche nach einem Klang der Gegenwart.

Als Ausgangspunkt ihrer musikalischen Expeditionen dienen oft Traditionen. Sie nehmen ihre Zuhörer mit auf eine geistlich-musikalische Reise zwischen indianischen Melodien, afrikanischen Rhythmen, europäischen Volksweisen und Jazz. „In ihrer Musik verbinden sich jahrhundertealte christliche Melodien mit zeitgenössischem Jazz, gehen Tradition und Moderne eine lyrische Liaison ein“, beschreibt Ahlrichs das Programm in seiner Ankündigung. Karten sind an der Abendkasse für 10 und 8 Euro erhältlich.

Lange Tastennacht

Ein abwechslungsreiches Konzert, in dem nicht ausschließlich die Orgel erklingt, erlebt das Publikum am Freitag, 12. April, bei einer „Langen Tastennacht“. Sie beginnt um 20 Uhr mit Thomas Meyer-Bauer (Schlosskirche Varel) solo an der Orgel, bevor ab 20.30 Uhr Jonathan Hiese (Orgel) und Manoel Reinecke (Barockvioline) ihr Programm „Musica della Serenissima – Musik aus der Lagunenstadt“ präsentieren. „Italienischer Barock vom Feinsten!“, kündigt Ahlrichs an.

Nach einer Pause, in der der Rotary-Club Hude-Oldenburg Wein und Brezeln verkaufen wird, geht es um 21.30 Uhr mit dem Präsentationskonzert für zwei Cembali weiter. Thorsten Ahlrichs und Natalia Gvozdkova spielen Werke für zwei Cembali von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten.

Zudem wird Ahlrichs das Spendenprojekt rund um das gestiftete Instrument erläutern. Den feurigen Abschluss bildet dann die Familie Adrian Rusnak mit ungarischer Musik mit Streichern und dem Flügel. Der Eintritt zur Tastennacht ist frei.

Gesang zum Abschluss

Die Orgel in Kombination mit Gesang ist schließlich zum Abschluss der Schnitger-Tage am Samstag, 13. April, 19.30 Uhr, zu hören: Manja Stephan und Anne Richter werden die „Leçons de ténèbres“ von François Couperin singen. Thorsten Ahlrichs begleitet sie an der Schnitger-Orgel.

Die Textgrundlage für das besondere Werk bilden die „Lamentationes Jeremiae“, die Klagelieder aus dem Alten Testament. „Diese wurden in Frankreich im Laufe der Karwoche gelesen und musiziert“, erklärt Ahlrichs. „Couperins Vertonung ist zugleich reichhaltig und schlicht – berückend schön und sehr ernst.“ Karten sind an der Abendkasse für 10 und 8 Euro erhältlich.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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