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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Tag Des Friedhofs: Urnengräber zunehmend gefragt

16.10.2018

Ganderkesee 1985 gab es die erste Urnenbeisetzung auf dem Ganderkeseer Friedhof, fünf weitere folgten im selben Jahr. Im vergangenen Jahr gab es nun zum ersten Mal mehr Urnen- als Sargbestattungen auf dem Friedhof an der Urneburger Straße. 110 Urnen und 84 Särge zählte die Friedhofsverwaltung 2017. „Die Leute interessieren sich immer mehr für kleine Flächen, die man weniger pflegen muss“, sagte Swenja Scherschanski, Mitarbeiterin der Friedhofsverwaltung, am Sonntagnachmittag bei einer Führung zum „Tag des Friedhofs“. 70 Interessierte nahmen teil. Für Fragen standen zudem Pastorin Susanne Bruns und Friedhofswärter Gerald Helmbold zur Verfügung.

Die Friedhofsverwaltung folgt dem Trend und entwickelt immer wieder neue Arten pflegefreier Grabstätten. Neu ist eine Stele, an der für jeden Verstorbenen eine Vase mit Gravur des Namens sowie des Geburts- und Todesdatums angebracht wird. Der Verstorbene wird in einer Urne auf dem Rasen bestattet. Der Friedhofsausschuss hatte die Firma Grabmale Lange aus Delmenhorst mit der Gestaltung beauftragt. Eine solche Stele steht seit Kurzem auch auf dem Bookholzberger Friedhof. An der Stele ist Platz für 56 Vasen. An zwei Seiten sollen Vasen für einzelne Grabstellen angebracht werden, auf den anderen beiden können Partner zwei Vasen nebeneinander bekommen.

Weitere solcher Stelen sollen bei Bedarf folgen. Sie seien eine gute Möglichkeit, die Lücken zu füllen, die entstehen, wenn die Nutzungsdauer für Grabstellen abläuft, sagte Scherschanski.

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Die Vasen können die Angehörigen selbst mit Blumen füllen. Außerdem ist auf der Kiesfläche rund um die Stele Platz, um etwa Kerzen oder Gestecke abzulegen. Damit erfülle die Friedhofsverwaltung auch einen Wunsch der Angehörigen. Denn die Friedhofsmitarbeiter hätten beobachtet, dass sich zwar viele ein pflegefreies Grab wünschen, dann aber doch das Bedürfnis haben, Blumen abzulegen. Das aber ist bei den meisten pflegefreien Bestattungsformen verboten.

So hätten viele auf die Liegeplatten auf dem Rasen, dem Vorgänger der Stele mit den Vasen, Blumen, Kerzen, Figuren oder wie am Sonntag Kastanien gelegt. Der Grabschmuck müsse vor dem Mähen jedes Mal von den Mitarbeitern entfernt werden, berichtete Scherschanski.

Die Liegeplatten sind fortan nicht mehr wählbar. Allerdings mit einer Ausnahme: Wer ein Partnergrab gewählt hat, kann selbstverständlich noch in dieser Form bestattet werden, versicherte Scherschanski.

Was gut ankommt, sind auch die Baumbestattungen. Viele wünschen sich eine Bestattung im Friedwald, manchmal sind die Angehörigen aber nicht mehr so gut zu Fuß und können den Wald nicht besuchen. Auf dem Ganderkeseer Friedhof sind die Wege kürzer. Die Urnen werden rings um den Baum unter der Krone vergraben. Ein graviertes Blatt an einer Stele erinnert an den Verstorbenen.

Wer allerdings eine klassische Sargbestattung wünscht, muss sich keine Sorgen machen. Mittlerweile gibt es zwar 8800 Grabstellen auf dem Ganderkeseer Friedhof, Sargbestattungen werden aber weiterhin angeboten. Auf dem 34 000 Quadratmeter großen Gelände sei noch genug Platz, betonte Swenja Scherschanski. Bei Interesse berät die Friedhofsverwaltung. Denn bei insgesamt zwölf Bestattungsmöglichkeiten, kann man schnell den Überblick verlieren.

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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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