• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Therapie ist zugleich beste Unterhaltung

27.11.2017

Ganderkesee Zuerst mal ist „Autarja“ ein therapeutisches, integratives Projekt – aber es ist eben auch: einfach gute Unterhaltung! Mit ihren meditativen, aber zugleich mitreißenden Trommelklängen schlugen Gerd von Seggern und Adrian Schiebel am Sonnabend beim „Winterzauber“ der Lebenshilfe-Einrichtungen an der Pestalozzistraße die Zuhörer vom ersten Takt an in ihren Bann.

Dabei ist das Trommeln für Adrian vor allem Therapie. Der 20-Jährige ist Autist, „durch die Musik und den Takt kommt er runter und ist ganz entspannt“, beschreibt Gerd von Seggern die Wirkung des Zusammenspiels – das aus seiner Sicht auch immer besser wird: „Er erkennt jetzt auch die Nuancen.“ Seit drei Jahren arbeitet der Heilerziehungspfleger mit dem jungen Ganderkeseer zusammen, der in der Delme-Werkstatt am Sonnabend ein Heimspiel hatte – dort arbeitet er nämlich auch.

Viele Beschäftigte der Delme-Werkstätten waren am Programm und Angebot des Wintermarktes beteiligt: Sie verkauften ihre Produkte, die auch im Delme-Shop angeboten werden, oder selbstgefertigte weihnachtliche Bastelarbeiten. Zur Unterhaltung trug auch der Mitarbeiter-Chor „Brennende Stimmen“ unter der Leitung von Sybille Gymon bei.

Nebenan in der Katenkamp-Schule wurde ebenfalls viel Selbstgemachtes für die Weihnachtszeit angeboten. Am Stand des Fördervereins, für den viele Eltern monatelang gewerkelt hatten, waren Adventsgestecke und Deko-Artikel schon am frühen Nachmittag ausverkauft. „Das spricht für die Qualität unserer Arbeiten“, meinte Tanja Vienenkötter vom Förderverein.

Auch die Tombola im Schulgebäude fand wieder reißenden Absatz: 1200 Preise hatten örtliche Unternehmen, aber auch überregionale Hersteller wie Ravensburger oder Playmobil, dafür gespendet. Hauptgewinn war ein Kaffeevollautomat.

Anna Fischer, Leiterin der Katenkamp-Schule war mit der Resonanz auf das Angebot zufrieden, erkannte indes auch, dass in früheren Jahren schon mehr Besucher da waren. Verringert hatte sich aber auch das Angebot: „Früher war das hier doch viel größer“, wunderten sich einige Besucher. Hintere Räume der Schule und der Werkstatt, die sonst als Ausstellungsfläche dienten, blieben diesmal verschlossen. „Wir haben mehr nach draußen verlagert“, erklärte Anna Fischer.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 

Weitere Nachrichten:

Playmobil | Katenkamp-Schule | Delme-Werkstätten