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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ganderkeseer Schüler bringen Plattdeutsch auf die große Leinwand

27.10.2016

Ganderkesee „Ganz schön ungerecht“ – unter diesem Motto läuft derzeit in der Förderschule am Habbrügger Weg ein Filmprojekt. Die Schüler aus Ganderkesee nehmen damit am Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“ teil. Niedersachsenweit produzieren insgesamt 201 Schüler-Teams aus 50 Schulen ihre eigenen Filme. In diesem Jahr lautet das Thema Gerechtigkeit.

Der Wettbewerb wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen, sagt Markus Götte vom Kurzfilmwettbewerb „ganz schön anders“. Insbesondere die Medienkompetenz soll so pädagogisch vermittelt werden, erklärt er.

In der Förderschule arbeiten momentan 20 Schüler aus allen vier weiterführenden Schulen in der Gemeinde Ganderkesee zusammen an einem Film zum Thema „Ungerechtigkeit in der Schule“. Mit dabei sind Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler ebenso wie Förderschüler. Zu Beginn sei das für einige Schüler gewöhnungsbedürftig gewesen, meint Arne Osolin, Lehrer und Filmberater in der Förderschule am Habbrügger Weg. Oftmals gebe es Vorurteile gegenüber Schülern anderer Schulen. „Durch das gemeinsame Filmprojekt werden die Vorurteile und Berührungsängste abgebaut,“ freut sich Osolin. Das Filmprojekt trage dadurch auch zur Inklusion bei.

Das Besondere ist an dem Ganderkeseer Film, der eigentlich im Rahmen der „Plattdüütschen Week“ geplant war, dass er zum Großteil „op platt“ produziert wird. „Das ist für einige Schüler, die noch nicht häufig mit Plattdeutsch in Berührung gekommen sind, erstmal ungewohnt“, sagt Dirk Wieting, Plattdeutschbeauftragter der Gemeinde Ganderkesee. Es laufe aber nach dem Prinzip „learning by doing“. Die Unsicherheit verschwinde oft schnell, so Wieting. Die elfjährige Lara hat diesbezüglich keine Hemmungen: „Ich habe schon in einigen plattdeutschen Theaterstücken mitgespielt“, sagt die Gymnasiastin.

Ausgerüstet mit professionellen Kameras drehen die Schüler einen fünfminütigen Film. Dabei machen sie so gut wie alles in Eigenregie: vom Schreiben des Drehbuchs über die Kameraführung bis hin zum Schnitt. Unterstützt werden sie von zwei Medienpädagogen. „Wie der Film dann letztendlich aussieht, bestimmen die Schüler aber selbst“, sagt Arne Osolin.

Einsendeschluss für die Kurzfilme ist der 15. Januar 2017. Eine Jury prämiert dann Anfang Februar bei einer großen Filmgala in Hannover die besten Beiträge. Hauptgewinn ist eine Reise zur Berlinale, den Internationalen Filmfestspielen in Berlin.

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