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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Ganz ohne Sammeln geht’s noch nicht“

21.03.2016

Ganderkesee Fast-Food-Verpackungen pflasterten ihren Weg: Während Sperrmüll und Elektroschrott offenbar zunehmend sachgerecht entsorgt werden, scheinen es viele Freunde der schnell zubereiteten Imbissspeisen nicht so genau zu nehmen mit der korrekten Abfallbeseitigung. Ihre Methode, sich vom Unrat zu befreien: Autofenster auf und raus damit.

Das stellten übereinstimmend alle vier Gruppen fest, die am Sonnabend im Gemeindegebiet im Rahmen der Aktion „Saubere Landschaft“ ihre Dörfer vom Unrat des Winters befreiten.

Für die rund 30 freiwilligen Helfer des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost ist die B  213 die wichtigste „Sammelmeile“. Etwa 2,5 Kubikmeter Müll seien insgesamt im großen Container vor dem Feuerwehrhaus in Havekost gelandet, schätzte Ortsvereinschef Karl-Heinz Meier. „Etwas weniger als in den Vorjahren.“

Gleiches stellte Hans-Joachim Wallenhorst vom Bürgerverein Hohenböken nach der Sammelaktion fest. Im vergleichsweise großen Hohenbökener Sammelgebiet suchten ebenfalls 30 Teilnehmer, die sich auf fünf Treckergespanne verteilten, die Straßen- und Wegränder ab. Drei Autokompletträder und ein größerer Reifen sowie ein Katzenkratzbaum zählten dort zu den ausladendsten Funden. Ansonsten berichtete Wallenhorst von „extrem viel Plastikmüll und Flaschen“ insbesondere an Stellen, an denen „anonym abgeladen“ werden kann.

Aber auch eine positive Beobachtung hat Wallenhorst gemacht: „Auf der Dorfstraße sind immer sehr viele Kohlfahrer unterwegs – die haben ihren Müll offenbar alle wieder mitgenommen.“ Auch im Bereich des Dorfplatzes, der gut frequentiert sei, habe die Gruppe recht wenig Abfall gefunden.

„Kein Kohlfahrtmüll“ hieß es auch aus Falkenburg. Auch Gefahrstoffe, Schrott und anderer Großmüll sei diesmal nicht gefunden worden, sagte Bernhard Müller vom Ortsverein Falkenburg-Habbrügge. Stattdessen hätten die 31 Teilnehmer der Sammelaktion – unter ihnen zwölf Mitglieder und Betreuer der Jugendfeuerwehr sowie drei Flüchtlingsfamilien – Pfandflaschen und Getränkedosen sowie Kaffeebecher gefunden.

Etwa zwei Kubikmeter Müll, so schätzte Müller, seien auf seinem Anhänger gelandet. Eine bislang neuralgische Zone, der rückwärtige Zubringer zur Autobahnraststätte Hasbruch, sei in diesem Jahr völlig unauffällig gewesen. „Es ist insgesamt weniger geworden. Aber ganz ohne Sammeln geht’s noch nicht“, so Müller.

„Pfand hat offenbar keinen Wert mehr für die Leute“, stellte auch Gerold Cordes, Vorsitzender des Ortsvereins Steinkimmen nach der Sammelaktion in seinem Dorf fest. Besonders am Falkenburger Weg hätten unzählige Bierflaschen herumgelegen. Auch Cordes’ Gruppe hat überwiegende kleinteiligen Verpackungsabfall gesammelt. Kuriosester Fund in Steinkimmen: ein altes Blitzableiterband vom Fernsehturm – allerdings Hunderte Meter entfernt vom geringelten Mast.

In allen vier Bauerschaften ließen die fleißigen Helfer die erfolgreiche Aktion gemeinsam am Mittagstisch oder an der Kaffeetafel ausklingen.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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