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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Pogrom: Gedenken an jüdische Bürger

07.11.2014

Wildeshausen „Stolpersteine in Wildeshausen – Eine Stadt erinnert an ihre jüdischen Bürgerinnen und Bürger:“ Das steht in weißer Schrift auf der Titelseite des himmelblauen Faltblattes, das der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt Wildeshausen in Zusammenarbeit mit dem Bürger- und Geschichtsverein herausgegeben hat. Auf einem Foto in der Mitte sind zwei Stolpersteine zu sehen mit den Daten von Alfred Heinemann und Golda Herzberg.

Insgesamt wurden in diesem Jahr zwölf Erinnerungssteine verlegt. „Wir sind glücklich, dass wir nach so langer Zeit auf das Leben der jüdischen Bürger in Wildeshausen hinweisen können“, sagte am Donnerstag der Vorsitzende des Bürger- und Geschichtsvereins, Bernd Oeljeschläger, der das Faltblatt zusammen mit Ingeborg Jacoby, Peter Heinken und Charlotte von Olearius vorstellte. Es ergänzt das ausführlichere Faltblatt über die Geschichte der jüdischen Bürger in Wildeshausen.

Das neue Faltblatt gibt Auskunft über das Projekt Stolpersteine, zeigt Fotos von allen zwölf Erinnerungssteinen und weist auf einer Karte den Weg zu diesen Mahnmalen. „In ganz Europa sind an mehr als 1000 Orten über 45 000 Stolpersteine verlegt worden. Ein größeres Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus gibt es nicht“, unterstrich Oeljeschläger die Bedeutung der länderübergreifenden Aktion.

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Dass das Faltblatt, das auch bei Bedarf an Schulen verteilt wird, am Donnerstag vorgestellt wurde, ist kein Zufall. Am kommenden Sonntag, 9. November, finden auch in Wildeshausen Gedenkfeiern anlässlich der Reichspogromnacht vor 76 Jahren statt.

Der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ lädt zu einem Erinnerungsgang inklusive Gedenkstunde ein. Es soll daran erinnert werden, dass auch jüdische Familien in Wildeshausen gedemütigt, verfolgt und schließlich zum überwiegenden Teil auch ermordet wurden. Auch die Synagoge in der Huntestraße wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört. Der Erinnerungsgang beginnt um 16 Uhr mit einer Andacht in der Alexanderkirche.

Die Gedenkstunde beginnt um 18 Uhr im alten Rathaus. Mit Lesungen aus dem Buch von Werner Meiners „Geschichte der Juden in Wildeshausen“ soll an das Leben und Wirken der jüdischen Bürger von 1850 bis 1940 erinnert werden. Begleitet wird die Lesung durch Beiträge des „Trio encanto“ mit Angelika Scholl (Klavier), Sigrun Busch (Querflöte) und Christiane Rudolph (Violoncello).

Auch der Landesverband der jüdischen Gemeinden veranstaltet am Sonntag, 9. November, eine Gedenkstunde in der Kreisstadt. Um 15 Uhr sind alle Bürger eingeladen, auf dem jüdischen Friedhof der 400 jüdischen Opfer und der Zerstörung von 1400 Synagogen zu gedenken.

Auch in einem Film wird diese deutsche Vergangenheit thematisiert. Am Mittwoch, 12. November, wird im Lili-Service-Kino zweimal „Holocaust light gibt es nicht“ gezeigt. Um 10 Uhr läuft eine Vorstellung für Schulen, um 20 Uhr für Erwachsene.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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