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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Winter: Gegen Frost hilft nur der Gasbrenner

15.02.2012

WILDESHAUSEN Heiko Wittrock zeigt auf ein Grab, das ein gutes Stück abgesackt ist: „Das sind auch Folgen der Kälte“. Auf die Mitarbeiter des städtischen Friedhofs in Wildeshausen kommen nach dem starken Frost nämlich einige Reparaturarbeiten zu: Durch Frost und Feuchtigkeit ist die Erde an einigen Grabstellen mächtig abgesackt, so dass sich zwischen Grabrändern und den Wegen teilweise große Löcher gebildet haben.

„Die Erde arbeitet immer, da muss man schon ganz schön gucken“, sagt Friedhofsleiter Wittrock. Und der Frost hat dem Boden ganz schön zugesetzt und die Arbeit für die Mitarbeiter des Friedhofs in den vergangenen Wochen erheblich erschwert: „Um die Grabstellen ausheben zu können, mussten wir einen Presslufthammer einsetzen“, erklärt Wittrock. Denn die Erde sei bis zu 45 Zentimeter tief gefroren und da komme auch der Mini-Bagger nicht durch, der normalerweise zum Einsatz kommt. „Das ist schon ein Mehraufwand und natürlich auch körperlich anstrengender als bei nicht gefrorenem Boden“, so Wittrock, der seit 21 Jahren auf dem städtischen Friedhof arbeitet. Aber nicht nur für die Friedhofsmitarbeiter bedeuten die Minustemperaturen mehr Aufwand, auch der Steinmetz muss zu ungewöhnlichen Mitteln greifen: Um nämlich die Grabplatten oder -steine loslösen zu können, kommt auch schon einmal der Gasbrenner zum Einsatz, der das angefrorene Gestein antaut.

Etwa 30 Prozent der Bestattungen finden bei frostigem Wetter statt, schätzt Wittrock. Ein Problem stelle das aber nicht dar. Probleme gebe es eher, wenn es, wie jetzt, anfängt zu tauen. Wenn die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt blieben, dann werde es noch etwa acht bis zehn Tage dauern, bis der Boden wieder aufgetaut sei, schätzt Wittrock. Und die Konsequenzen des Tauwetters zeigen sich gut sichtbar auf den Friedhofswegen: Pfützen, glitschige Erde, eingesackte Grabstellen und großflächige Risse in der Erde. Und zwischendrin auf den Wegen immer wieder rutschige Eisreste. „Zu viel Salz streuen können wir aber auch nicht, weil das die Pflanzen angreift“, erklärt der Friedhofsleiter.

Zwar fielen im Winter die normalen Pflegemaßnahmen wie beispielsweise das Rasen mähen weg, dafür haben Wittrock und sein Mitarbeiter Richard Witstein aber alle Hände voll damit zu tun, ihrer eigentlich normalen Arbeit weiterhin routiniert nachgehen zu können. Denn die soll in diesen Tagen natürlich genauso zügig vonstatten gehen wie an schönen Tagen.

Und gegen die kalten Temperaturen gebe es sowieso nur ein Rezept, so Heiko Wittrock: „Dicke Jacken“.

 @ Ein Spezial zum Thema unter http://www.NWZonline.de/winter

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