• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Gegensätze in der Kunst kein Widerspruch

19.10.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-10-19T05:34:22Z 280 158

Ausstellung:
Gegensätze in der Kunst kein Widerspruch

Hude Schwarz und Weiß. Groß und Klein. Gegensätze faszinieren Wolf E. Schultz. Der mittlerweile 75-jährige Huder empfing am Sonnabend rund vierzig interessierte Besucher zur Eröffnung seiner neuen Ausstellung im Skulpturenhaus in der Von-Witzleben-Allee. Nicht nur Bürgermeister Holger Lebedinzew, sondern auch Roland Arndt von der Gemeinde Hude ließen es sich nicht nehmen, die neuen Werke des altbewährten Künstlers aus der Nähe anzusehen.

Wolf E. Schultz brennt für seine Kunst. Ob für den „Vierzehnbeiner“, einen Baumstamm, dessen Risse eine Weiterverarbeitung unmöglich machten, der sich aber wunderbar mit vierzehn „Holzbeinen“ versehen ließ oder den „Staatshaushalt“, eine kleine Skulptur, die genauso undurchsichtig daher kommt, wie der Namensgeber selbst.

Doch auch der Titel der Ausstellung „Im Spannungsfeld von Schwarz und Weiß“ fand sich in vielerlei Hinsicht in den Werken des Bildhauers wieder. So benutzte der Künstler verschiedene Holzarten in seiner Figur „Völker“. „Hier symbolisieren die verschiedenen Farben des Holzes für mich die unterschiedlichen Hautfarben der Menschen“, erklärte er. „Natürlich kann jeder die Figur anders deuten, da ist jedem freie Hand gelassen“.

Wolf E. Schultz hat wirklich zu jedem seiner Werke seine ganz eigene Idee und Intention. Seine ganz eigene Definition, seine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Es bleibt aber eine intelligente, tolerante Sicht, die jedem Betrachter den Freiraum lässt, eigene Ideen zu haben. „Viele fragen mich immer, was ich mit den Rissen mache, die naturgemäß hin und wieder in dem Holz zu finden sind“, berichtete er, „ich habe sie einfach akzeptiert, denn sie zeigen, wie rissig das Leben selbst sein kann.“

So symbolisierten die Risse in seinen Augen die Angst vor dem Tod, der aber ganz natürlich sei. „Und je früher man sich dessen bewusst ist, desto besser“, findet Wolf E. Schultz. Bereits seit 40 Jahren ist der Bildhauer in der Kunst unterwegs, seitdem beschäftigt er sich auch ausgiebig mit genau diesem Thema.

Die Ausstellung im Skulpturenhaus (Von Witzleben-Allee 3, 27798 Hude) kann jeden Sonnabend von 14 bis 18 Uhr und Sonntags von 10 bis 18Uhr besucht werden. Gesonderte Termine können unter Telefon  0 44 08/77 77 vereinbart werden.