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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Neuer Vertrag soll Kulturarbeit regeln

02.10.2019

Gemeinde Hatten 66 Konzerte, Lesungen, Comedy-Abende und andere kulturelle Veranstaltungen sind unter dem Dach des Hatter Kultur- und Tourismusvereins in den zurückliegenden Monaten ausgerichtet worden. Die langjährige Kulturbeauftragte der Gemeinde, Marianne Vieler-Bargfeldt, war dabei in einer Doppelrolle aktiv – als Mitarbeiterin der Verwaltung und privat als ehrenamtliche Helferin des im Verein integrierten ehemaligen Kulturkreises.

Ihr Wechsel zum 1. Oktober in die Dienste des Hatter Gastronomen Stefan Rosier (Dingsteder Krug und Schützenhof Kirchhatten) ist jetzt mit der Anlass für ein Neuaufstellen der Finanzierung und Organisation des Hatter Kulturprogramms. Auf seiner Jahreshauptversammlung hat der Verein am Montagabend einstimmig dem Entwurf eines Kooperationsvertrages zugestimmt. Demnach übernimmt der Verein die Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen im Gemeindegebiet gemeinsam mit der Gemeinde. Dafür zahlt die Kommune pro Jahr 15 000 Euro und zusätzlich 4000 Euro für das Anmieten mobiler Bühnen.

Eine zentrale Vorgabe lautet: „Die Veranstaltungen sollen unter der Berücksichtigung örtlicher Begebenheiten ausgewogen im gesamten Gemeindegebiet und über das gesamte Jahr stattfinden.“ In der Praxis soll das so aussehen, dass sämtliche gemeldeten Veranstaltungen eines (Halb-)Jahres in einer Übersicht zusammengestellt werden und der Verein dann prüft, wo Kooperationen möglich und erwünscht sind.

Hatten wird zur Marke

In der Diskussion war die Außenwahrnehmung ein wichtiges Thema. Zum einen soll dem Eindruck entgegengearbeitet werden, dass das Hatter Kulturprogramm ein Solo für den aus dem Dornröschenschlaf erwachten Dingsteder Krug ist. Andere Veranstaltungsorte und Veranstalter werden ermuntert, sich gerne stärker einzubringen. Zum anderen war sich die große Mehrheit einig, dass Hatten weit über die Gemeindegrenzen hinaus von den vielen kulturellen Veranstaltungen profitiert. „Hatten wird zu einer Marke“, so Bürgermeister Christian Pundt.

Wo findet Kultur in der Gemeinde statt?

Der Hatter Kultur- und Tourismusverein hat eine Liste für die vergangenen zwölf Monate erstellt: Dingsteder Krug (25), Rathaus (10), Tee & Café mit ehemaligem Pferdestall und Museum (9), Flugplatz Hatten und Bistro (4), Hotel Meiners (4), Schützenhof Kirchhatten (3), Alte Molkerei Kirchhatten (2). Jeweils einmal gab es Veranstaltungen: Bibliothek Sandkrug, Möbeltischlerei Hattendorf, Veranstaltungshalle Sandkrug, Turnhalle Grundschule Kirchhatten, Hotel „Zum Deutschen Hause“, SWO-Tennisheim, „Zum Pfefferkorn“, VHS im Bahnhof Sandkrug und Waldpark.

Dieter Suhrkamp, selbst Veranstalter (Gartenkultur-Musikfestival in Sandhatten), hält die Übertragung der Kulturarbeit auf den Verein für gut. Ohne Unterstützung durch den Hatter Kultur- und Tourismusverein wäre ihm das Risiko zu hoch, betonte er die Bedeutung der Zusammenarbeit.

Johannes Cernota (Osenfestspiele, Konzertpianist) regte an, in einem Flyer bildhaft die Aufgabenverteilung im Kulturbereich darzustellen. Die Zuständigkeiten und Ansprechpartner müssten für jedermann klar erkennbar sein. Letzten Endes müsste der Verein die Meldezentrale für alle Veranstalter sein.

Vera und Helmut Ibeling betonten, dass nach ihrer Erfahrung erst nach dem Einstieg Stefan Rosiers in den Kultur- und Tourismusverein die Arbeit überhaupt bewältigbar geworden sei. Rosier selbst sprach sich für „passende Veranstaltungen am richtigen Ort aus. Es muss nicht nur Dingstede sein.“

Für Transparenz

Keine Unterstützung erhielt Frans Haverkort für seinen Vorstoß, wegen der Außendarstellung die federführende Arbeit am Kulturprogramm der neuen Rosier-Mitarbeiterin Marianne Vieler-Bargfeldt aus den Händen zu nehmen. Großen Anklang fand dagegen der Vorschlag Michael Mayers, zum Ziele der Transparenz einen Stichtag für das Anmelden von Veranstaltungen einzuführen.

Im Vorstand des Hatter Kultur- und Tourismusverein ist die Gemeinde durch Bürgermeister Christian Pundt, als 1. Vorsitzender vertreten. Mitmachen und sich engagieren kann jeder Interessierte. Der Jahresbeitrag beträgt überschaubare 24 Euro.

Zu den Aufgaben des Vereins soll künftig auch das Erstellen eines Veranstaltungsflyers für die in der Gemeinde stattfindenden Kulturveranstaltungen gehören. Die Hälfte der Druckkosten will die Gemeinde übernehmen.

Damit der auf zwölf Monate befristete Vertrag mit jährlicher Verlängerungsoption geschlossen werden kann, muss allerdings zuerst noch der Rat zustimmen.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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