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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wildeshauser Mit Besonderem Faible: Gilde im Herzen und auf der Harley

02.06.2015

Wildeshausen Auf dem Gummifuß des Bremspedals ist die Zahl 1403 eingestanzt. Eingefleischte Wildeshauser wissen, dass dies das Gründungsjahr der Gilde ist. Der Name Wildeshauser Schützengilde ziert den verchromten Kupplungsdeckel. In das Schaltgestände integriert ist ein silberner Papagoy. Und auf den schwarzen Soziussitz sind in Weiß die Konturen eines Gildetrommlers genäht. Die Rede ist vom Motorrad des Wildeshausers Andreas Bahrs.

„Keine Harley ist wie die andere“, sagt Bahrs, der seit 26 Jahren Mitglied in der Schützengilde ist. „Wenn ich einen guten Airbrusher findet, will ich mir noch eine Szene vom Ausmarsch am Gildedienstag auf den Tank sprühen lassen.“

Seit 2013 ist Andreas Bahrs Besitzer einer Harley Davidson Dyna Low Rider. „Ich bin schon einige Motorräder gefahren“, erzählt der 50-Jährige, der die Woche über auf Montage ist und Sprinkleranlagen in Gebäude einbaut. „Der Sporttourer war mir zu schnell, die Crossmaschine hat mich auch nicht gereizt, durchs Gelände zu fahren.“ Durch Zufall kam er im Gespräch mit dem Cousin seiner Frau auf dessen Harley zu sprechen, die schon anderthalb Jahre in der Scheune in Aschenstedt stand. „Die XLH 1000 aus dem Jahr 1980 habe ich wieder flott gemacht.“ Chopper fahren hat es ihm angetan, aber nicht „mit diesem Kernschrott“. „Wenn ich mal 100 Kilometer gefahren bin, ohne zu schrauben, war das viel“, erinnert sich der gelernte Kfz-Mechaniker. Außerdem sei die Harley viel zu laut gewesen. Die Maschine landete wieder in der Scheune, der Harley-Virus blieb.

In den Niederlanden entdeckte er die Dyna Low Rider von 2001: 1400 ccm, 64 PS. Bahrs: „Damit fahre ich gemütliche 3000 Touren bei Tempo 120. Ich brauche keine hohen Drehzahlen.“

Doch Andreas Bahrs fährt auch gerne mit anderen. „Als ich mit Uwe und Klaus Flege zusammensaß, haben wir uns aus einer Laune heraus gefragt, wie viele Harley-Fahrer es wohl in Wildeshausen gibt.“ Die drei Männer fertigten eine Liste an. Bahrs verfasste einen Brief und verschickte ihn an 24 Adressaten. „Wer hat Interesse an einer gemeinsamen Ausfahrt.“

Schließlich gab es 46 Zusagen von Harley-Fahrern aus Wildeshausen und Colnrade. „Mit 33 sind wir bei nicht so gutem Wetter zum Vareler Hafen aufgebrochen“, erzählt Bahrs von der jüngsten Tour an den Jadebusen. Alle seien sich einig gewesen, dass das nicht die letzte Fahrt gewesen sein soll. „Wir wollen aber keinen Verein oder etwas ähnliches gründen“, so Bahrs, „sondern nur ab und an zusammen Motorrad fahren“.

Die nächste Tour hat Andreas Bahrs schon geplant. Ziel ist Hamburg, wo vom 26. bis 28. Juni die Harley-Days stattfinden. Seine Frau Astrid ist selbstverständlich dabei. Sie fährt auch mit zum Europa-Treffen von Harley Davidson am zweiten September-Wochenende in Österreich. 45 000 Harley-Fahrer waren 2014 dort. Begeistert erzählt Bahrs noch jetzt von der scheinbar endlosen Harley-Parade.

Was ihn am Harley-Fahren reizt? „Es ist wohl das Gefühl der großen Freiheit“,sagt Bahrs.

Harley-Fahrer, die wegen der Ausfahrten Kontakt suchen, können sich bei Andreas Bahrs melden: harley-wildeshausen@online.de.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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