• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Gildetambour feiert den 100. Geburtstag

16.05.2012

WILDESHAUSEN Geburtstagsstimmung in der Wildeshauser Schützengilde: Den Gildetambour gibt es in diesem Jahr 100 Jahre. Mit diesem Aushängeschild der Schützengilde hat sich Oberstleutnant Heiner Ahlers jetzt aus diesem Anlass intensiv beschäftigt.

Ahlers fand heraus, dass der Gildetambour zunächst für den „Führer durch Wildeshausen“, herausgegeben von Fritz Strahlmann im Jahr 1912 von Hanss Anker entworfen wurde und als Buchumschlag für den Wanderführer Verwendung. fand. Dieser Wanderführer kam 1913 auf den Markt. Auch bei der zweiten Auflage Ausgabe 1922 zierte der Tambour die Umschlagseite. Vorher wurde dieser Tambour noch nicht als Werbeträger für die Gilde oder die Stadt genutzt. Ahlers: „Man muss davon ausgehen, dass bei der Berücksichtigung der Vorbereitungszeit der Tambour 1912 entworfen wurde.“

Auf den Notgeldscheinen, ausgegeben von 1921 bis 1923, wurden Szenen des Gildelebens mit entsprechenden Kommentaren einschließlich des Tambours gezeigt. Verantwortlich für die Ausgabe der Notgeldscheine war die Stadt Wildeshausen. Auch Karl Stegemann von Stegemanns Hotel nutzte den Tambour als Werbeträger für seine Notgeldscheine. Die Ausgabe (Entwürfe) für diese Scheine lag wohl ebenfalls in der Hand von Fritz Strahlmann, vermutet Ahlers.

Ein weiteres Indiz für de Entstehungszeit. In der Festschrift der Gilde „500 Jahre Gilde“ im Jahr 1903 ist von einem Tambour noch nichts zu finden. Dagegen taucht er in der Festschrift „525 Jahre Gilde“ 1928 bereits. „Herausgeber dieser Festschrift ist der Verlag Ludwig Löschen, und den Umschlag ziert ein Tambour der Gilde. Allerdings hat dieser ein völlig anderes Aussehen. Im Jahr 1923 tauchte wieder ein anders aussehender Tambour in der Festschrift vom Bundeskriegerfest auf, auch hier war der Herausgeber der Verlag Löschen“, so Ahlers.

Von diesen beiden Tambouren liegen Druckplatten (Bleiplatten) aus dem Hause Löschen vor. Im Jahr 1949 fand auch dieser Tambour auch in einer Festschrift Verwendung.

Es gab dann den Tambour im Laufe der Jahre in verschiedenen Variationen. In der Festschrift „550 Jahre“ Gilde 1953 tauchte der Tambour allerdings nicht auf, stellte der Oberstleutnant bei seine Recherchen fest. Bei der Aufstellung und dem Druck der Statuten und Dienstvorschriften im Jahr 1955 und bei der Neuauflage (Überarbeitung) der Satzung 1977 und 2003 wurde der „Jubilar“ auf der Umschlagsseite genutzt. Er fand dann in den 70iger Jahren wieder Zugang zur Gilde. „Allerdings in unwürdiger Form als sogenanntes Strichmännchen“, bemerkte Ahlers. Er „zierte“ den Briefkopf der Gilde und der Stadt bei Einladungen, Protokollen usw..

Bei den Vorbereitungen zum 600. Gildefest besann man sich wieder auf die Werbewirksamkeit des Tambours. Die Fa. Druckerei Kathmann mit dem damaligen Designer Bode erweckte den Tambour zu neuem Leben. „Vielleicht diente hier der Tambour Fritz Herzog als noch lebendes Muster“, meint Ahlers: „Seitdem ziert er, hoffentlich noch lange, mittlerweile markenrechtlich geschützt, den Briefkopf der Gilde und verschiedenen Werbeträgern wie Gläser, Werbeaufkleber, Schilder, Plaketten, Bierdeckel, Tassen, Teller und vieles mehr.“

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.