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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Grab diente schon als Bunker

27.04.2015

Höven Mit der offiziellen Eröffnung des wiederhergerichteten Grabes Dörgeloh am vergangenen Sonnabend in Höven wird die Gemeinde Wardenburg um eine Sehenswürdigkeit reicher. „Zu verdanken ist es den Sponsoren und vielen fleißigen und ehrenamtlichen Helfern“, betonet Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske. Weiter vermutete sie, dass nun, nach Abschluss der Arbeiten, der Initiator Hans Del Re in ein tiefes Loch falle, da er nun nichts mehr zu tun habe.

Del Re hatte sich über viele Jahre hinweg, mit der Unterstützung des Bürgervereins Höven, für die Wiederherstellung des Grabes eingesetzt. Holger Ziep, 1. Vorsitzender, bedankte sich bei allen Beteiligten und hob zusätzlich die besonders gut gelungene Schmiedearbeit der Türbeschläge an der Grabtür hervor.

Gut 30 Besucher hatten sich bei launischem Aprilwetter vor der Grabstätte versammelt, um nach alter „Dörgeloh Sitte“ roten Wein zu trinken. Der Geschichte nach hatte Adam Levin Dorgeloh (damals noch ohne ö), Verwalter von Höven, sich schon zu Lebzeiten im 18. Jahrhundert sein Grab 200 Meter vom Gut entfernt bauen lassen. „Da er aber, zu damaligen Zeiten, das sehr hohe Alter von 92 Jahren erreichte, nutzten seine Freunde und er den Ort zum Karten spielen und Rotwein trinken“, erklärte Manfred Schierhold den Zuhörern. Das Dörgeloh damit gar nicht so verkehr lag, vermerkte Pastorin Millek von der Evangelische Kirchengemeinde Wardenburg: „ Wie schon im Hohelied des Salomo „Jegliches hat seine Zeit“, fröhlich sein und essen und trinken… Ein Grab als Erinnerung an die schönen Stunden im Leben.“

Wie lange Dorgeloh tatsächlich in dem „Junker sin Graw“ genannten Hügelgrab beerdigt war, bleibt ungeklärt. In den Jahren 1944/45 wurde die an der Frontlinie gelegene Ruhestätte von umliegenden Bauern als Luftschutzbunker benutzt.

Das Grab Dörgeloh liegt gleich am Anfang des Dorfes, von Wardenburg kommend, auf der rechten Seite und kann jederzeit besucht werden. Eine Besichtigung des Innern muss jedoch beim Bürgerverein Höven gebucht werden.


Mehr Infos unter   www.höven.de 

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