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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ippener zeigt in Los Angeles Flagge

23.08.2019

Groß Ippener /Los Angeles „Alles fängt mit einer freundlichen Einladung an“, so sagte es Arnold Wiechmann, Vorsitzender und Hauptmann des Schützenvereins Ippener, bei der Generalversammlung im Januar 2019 – und las eine Einladung vor. Die „Phoenix Schützenvereinigung“ aus Anaheim (USA) wollte ihr 50-jähriges Bestehen feiern – und fragte an, ob die Ippener auch kommen würden. „Die Euphorie war groß, und viele überlegten, ob sie mitreisen könnten“, erinnert sich Pressesprecherin Ilka Eichler. Neun Vereinsmitglieder im Alter von 28 bis 68 Jahren setzten diesen Plan jetzt in die Tat um.

Zum Hintergrund: In Anaheim, einem Stadtteil von Los Angeles, gibt es einen „Deutschen Club“. Dessen Mitglieder sind zumeist eingewanderte Deutsche, die in der Ferne ihr Brauchtum pflegen möchten. Unter dem Dach dieses Vereines gibt es zum Beispiel eine große Karnevalvereinigung, einen Chor, eine Oktoberfest-Gemeinschaft – und auch die Schützenvereinigung, die ihren Schießsport mit Luftgewehren durchführt. Denn das Schießen mit anderen Waffen wäre versicherungstechnisch zu teuer. Der Vorsitzende der Vereinigung: Heinz Wiechmann, der vor vielen Jahren nach Amerika ausgewanderte Bruder von Arnold Wiechmann.

Jeden Abend Feuerwerk

Die Ippener Gruppe flog gemeinsam ab Hamburg über Amsterdam nach Los Angeles. Die Reise dauert „von Tür zu Tür“ 24 Stunden. Die Gruppe war untergebracht in einem großen gemieteten Haus mit Pool in unmittelbarer Nähe zum dortigen „Disneyland“. „Wenn man vor dem Haus stand, konnte man jeden Abend das Abschlussfeuerwerk der Parade des Freizeitparkes sehen“, so hieß es.

Im Haus verpflegte man sich gemeinschaftlich selbst und konnte nett zusammensitzen. Dieses Haus liegt etwa 20 Minuten Fahrzeit vom Vereinsheim des einladenden Clubs entfernt. Um beweglich zu sein, wurden zwei große SUV gemietet.

Das Jubiläumsfest erstreckte sich über drei Tage. Das Essen war „typisch deutsch“: Spanferkel oder Bockwurst mit Kartoffelsalat. Weitere Vereine, die mit Abordnungen teilnahmen, waren: Schützenverein Buschhausen aus der Nähe von Osterholz-Scharmbeck, amerikanische Vereine aus San Diego und San José. Die amerikanischen Vereine besuchen sich untereinander jährlich.

Bereits einige Wochen vor dem Fest hatte das Königsschießen stattgefunden – weil der neue König sich um die Ausrichtung der Festlichkeiten kümmern muss. Wie der Zufall es so wollte, wurde der Vorsitzende König: Heinz Wiechmann.

Da er sich schlecht selbst krönen konnte, bat man im Festverlauf den Ippener Vorsitzenden Arnold Wiechmann, die Krönung seines Bruders vorzunehmen, also ihm die Kette umzuhängen. Dies fand am Samstag, dem Haupttag, statt.

Am Freitag begannen die Festlichkeiten mit Blasmusik, Spanferkel und „in zivil“ (was bei Temperaturen um 30 Grad sicher angenehmer war) sowie mit den obligatorischen Reden und der Geschenkübergabe.

Am Sonntag nahmen für den Schützenverein Ippener Maike Kieselhorst, Carsten Schröder und Thomas Lange als Mannschaft am Schießen teil. Von sieben Teams belegten sie den zweiten Platz. Carsten Schröder wurde Tagesbester und bekam einen Ehrenteller. Außerdem gab es einen „Teilnahmewimpel“ für die heimische Fahne.

Großes Wappen gedruckt

Da die Original-Fahne des Schützenvereins Ippener keine so lange Reise antreten sollte und der neue König spätestens im nächsten Jahr eine Fahne mit seinem Heimatsymbol im Vereinsheim aufhängen muss, bot es sich für Heinz Wiechmann an, schon jetzt ein großes Ippener-Wappen drucken zu lassen, das die deutsche Delegation beim Einmarsch am Samstag vor sich her tragen konnte.

Neben den Festlichkeiten nutzten die Reisenden natürlich auch die Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden. Hollywood durfte da nicht fehlen. Fünf Mitglieder der Gruppe mussten schon nach einer Woche wieder die Rückreise antreten, vier blieben noch eine weitere Woche dort.

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