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Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn
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Aktualisiert vor 36 Minuten.

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Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Große Hüte und ein „Django“

06.09.2010

WILDESHAUSEN Dr. Dirk Schwoon, Sohn des 1976 verstorbenen Wildeshauser Künstlers Karl Schwoon, war mit seiner Ehefrau Ilka eigens aus Hamburg gekommen. Anke Blenkers-Dersch und Etta Görtelmeyer, beides Töchter von Franz Römer, reisten mit ihren Familien gar aus der Nähe von München an. Zur Eröffnung der Ausstellung mit 65 Bildern verstorbener Wildeshauser Künstler im Stadthaus konnte Bernd Oelje­schläger, Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins, zahlreiche Angehörige der Künstler begrüßen. Ohne ihre Leihgaben wäre die Ausstellung kaum zustande gekommen, meinte er.

Karl Schwoon (1908-1976), Henry Garde (1899-1977), Franz Römer (1911-1985) und Günter Schönfeld (1911-1988) hätten sich oft zum Tee bei Irmapia Bahrenburg (1904-1986) getroffen, erläuterte Carsten Bruhns, der am Sonnabend in die Schau einführte. Zudem sind im Stadthaus Bilder von Heinrich Schwarz (1903-1977) sowie von Anselmo Rietz (1931-2006) zu sehen. Der Berliner Rietz habe Hartmut Berlinicke „zur Kunst verführt“, weiß Bruhns.

Bahrenburg sei die gute Seele der Wildeshauser Künstlerkolonie gewesen. „Mit ihrem riesigen Hut war sie selbst ein lebendes Kunstwerk“, befand Bruhns. Die Pastellstifte, die sie ihm einmal geschenkt habe, würden noch heute im Kunstunterricht am Gymnasium eingesetzt. Bruhns lobte die „neue Sachlichkeit“ beim einstigen Werbegrafiker Garde und Schönfelds besonderen Stil.

Franz Römer sei dagegen „ein Wahnsinniger“ gewesen. Bruhns: „Der malte so wie Django schießt – aus der Hüfte.“ Mit den Bildern des einstigen Malermeisters und Berufsschullehrers könne man locker das gesamte Stadthaus ausstatten. Von besonderer Anziehungskraft seien auch Römers Wandmalereien gewesen. Lothar Görtelmeyer (38), ein Enkel Römers, der in Wildeshausen lebt, schickt sich an, in die Fußstapfen des Vorbilds zu treten.

Vor der Vernissage hatte Karl-Heinz Meyer, einst Geschäftsführer des Bezirksverbands, über den Sinn und Zweck von Stiftungen aufgeklärt. „Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“, wies er auf manch mühsamen Anfang hin. Im Oldenburger Land sei bereits 1632 von Graf Anton Günther die Stiftung Kloster Blankenburg initiiert worden. Die Bindung an den Stiftungszweck könne für Geldgeber eine besonders Motivation darstellen, meinte Meyer. Musikalisch begleitet wurde der Abend im Stadthaus von Jo­shua Keller (30) aus Nashville (Tennessee) an der Gambe.

Beste Erinnerungen an seinen Vater Henry hat noch Hans-Hugo Garde (83), der in Bremen lebt; Gardes Tochter Elgin (55) wohnt in Wildeshausen. Während die meisten Angehörigen der Künstler am Abend die Heimreise antraten, schnupperten Ilka und Dirk Schwoon noch einen Tag Wildeshauser Luft: „Ich war in den Schulferien immer im Haus meiner Großeltern an der Delmenhorster Straße“, erzählte der einstige Psychotherapeut. Die Bilder sind bis zum 16. September zu sehen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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