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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Bilanz: „Gut aufgestellt“ für kommende Herausforderungen

28.01.2012

HARPSTEDT Seit Jahren sinkt die Zahl der Christen in Deutschland, Kirchen kämpfen mit Mitgliederschwund. Ein „Makrotrend“, wie Harpstedts Pastor Gunnar Schulz-Achelis es formuliert, der auch an der evangelischen Christuskirchengemeinde nicht vorbei ging: „Insgesamt werden wir kleiner als evangelische Kirche.“ Lag die Zahl der Gemeindemitglieder 1999 bei 6611, so sind es Schulz-Achelis zufolge aktuell 5971. Zu spüren bekomme die Kirche nicht nur Austritte, sondern gerade die demografische Entwicklung: „Wir haben oft mehr Beerdigungen als Taufen.“

Positiv aber für die Gemeinde: Die Lust am Kirchenbesuch ist den Protestanten in Harpstedt offenbar nicht vergangen. Im Gegenteil: 2011 stieg die Zahl der Gottesdienstbesucher gegenüber dem Vorjahr von 12 209 auf 14 688. Das geht aus aktuellen Zahlen im Gemeindebrief hervor. Dies entspreche ei-nem Trend, so Schulz-Achelis: „Von 2001 bis 2011 hatten wir eine Steigerung der Gottesdienstbesucher um 43 Prozent.“ Ein wesentlicher Faktor dabei seien die Kasualien wie Taufe, Konfirmation, Trauung. Aber auch, „dass wir sehr vielfältige und interessante Gottesdienste anbieten“, hat sich für den Ortspastor bewährt, um Menschen zum Kirchgang zu motivieren: Er verweist etwa auf Gastpredigten auch mit prominenten Köpfen wie Carlo von Tiedemann oder Bischof Jan Janssen, auf besondere (Themen-)Gottesdienste etwa im Grünen, mit Lebensrettern oder Motorradfahrern sowie auf Gottesdienste zu Vereins- und Dorfjubiläen. „Dies ist eine gute Gelegenheit, wo Kirche und Menschen zusammenkommen und die Menschen einbezogen werden.“ Positiv wirke sich auch das breite Spektrum im musikalischen Angebot der Gemeinde aus: „Wir haben viel mehr Musikgruppen als vor Jahren. Die Leute nehmen diese Vielfalt sehr positiv auf.“

Dass die Gottesdienste so regen Zuspruch fanden, heißt noch nicht, dass mehr Kircheneintritte zu verzeichnen waren. 2011 musste die Gemeinde 39 Austritte verkraften bei zugleich acht Eintritten – immerhin zwölf Austritte weniger als 2010. Damit konnte der Verlust gemildert, jedoch nicht umgekehrt werden. Für Schulz-Achelis schmerzlich, zumal die Gemeindegliederzahl auch wesentlich für den Personalschlüssel sei. Gleichwohl sieht der Pastor Harpstedt – auch mit Kirchen-Stiftung und Förderverein – „gut aufgestellt“ für die kommenden Herausforderungen. Positiv sei, „wie viele sich aktiv einbringen in der Gemeinde: finanziell und durch Zeit, ehrenamtliche Arbeit und Liebe“.

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