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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Wollen ein Haus der offenen Tür sein“

27.04.2019

Harpstedt Die Vorbereitungen begannen vor einigen Jahren, im Dezember 2017 wurde mit dem Bau gestartet. Eineinhalb Jahre später ist es nun endlich soweit: Am Freitagvormittag wurde das neue Haus der Himmelsthür an der Mullstraße in Harpstedt eingeweiht.

„Heute ist ein Tag der Freude.“ Mit kaum treffenderen Worten hätte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse seine Rede vor den neuen Bewohnern, ihren Familien, Nachbarn und vielen Ehrengästen beginnen können. Gespannt hatten die neuen Bewohner in den vergangenen Monaten auf die Fertigstellung des Hauses gewartet – umso glücklicher waren sie nun, als die symbolische Schlüsselübergabe erfolgte.

Bau beobachtet

„Es ist schon sehr überzeugend, was hier entstanden ist“, zeigte sich auch Bodo Bode, Sozialdezernent des Landkreises Oldenburg, begeistert über die neue Einrichtung. Den neuen Bewohnern rät er, es sich in den neuen vier Wänden gemütlich zu machen. „Und bei gutem Wetter schauen sie raus, erkunden sie Harpstedt und suchen sie Kontakt mit den Bürgern.“

Von Beginn an haben die neuen Bewohner den Baufortschritt beobachtet. „Wir haben immer wieder Nachmittage hier verbracht und den Baufortschritt Stück für Stück miterlebt“, berichtete Einrichtungsleiterin Petra Hakemann, die sich auf die Arbeit in der neuen Umgebung freut: „Ich finde, das Haus ist richtig toll geworden.“

Auf einer Fläche von 750 Quadratmetern sind insgesamt 24 stationäre und barrierefreie Wohnangebote entstanden, die nun das neue Zuhause für Menschen mit hohem Assistenzbedarf sind. Das Gesamtvolumen des Projektes lag bei 2,4 Millionen Euro.

Für einige Bewohner der Himmelsthür steht nun der Umzug aus ihren Zimmern in Wildeshausen nach Harpstedt an. „Beeindruckt bin ich aber auch von der hohen Anfrage externer Interessenten“, sagt Petra Hakemann. So ziehen auch acht Menschen von Zuhause in die Harpstedter Einrichtung, die in Wohngemeinschaften für vier oder fünf Personen ausgelegt ist. „Wir haben uns vorher ganz bewusst überlegt, wer mit wem in eine Wohngemeinschaft passt“, erklärt die Einrichtungsleiterin.

Jede Gemeinschaft hat neben Einzelzimmern auch ihr gemeinsames Bad, Küche und Wohnbereich. Das Besondere: Der Neubau ist das erste der neuen Wohnprojekte der Diakonie Himmelsthür in der Region Nord, das Menschen mit Unterbringungsbeschluss ein Wohnangebot in einer Fünfer-Gemeinschaft ermöglicht.

Weitere Projekte geplant

Das Haus in Harpstedt ist gleichzeitig das insgesamt elfte umgesetzte Projekt der Himmelsthür, Region Niedersachsen Nord, in den vergangenen elf Jahren. Und: Bis 2020 sollen weitere Projekte in Hude, Kirchweyhe und Goldenstedt folgen. „Wir schaffen damit neue inklusive Angebote mitten in der Gesellschaft“, sagte Ines Trzaska, Kaufmännische Direktorin der Himmelsthür. Unter diesem Motto seien niedersachsenweit in 30 Städten und Orten Angebote entstanden.

„Ihre Bemühungen sind einzigartig“, zollte Axel Brammer (SPD), Mitglied des niedersächsischen Landtags, der Einrichtung Himmelsthür mit all ihren Mitarbeitern Respekt für ihre Arbeit. „Jeder, ob beeinträchtigt oder nicht, hat ein Recht auf ein glückliches Leben“, sagte er.

Glücklich – das wollen auch die Bewohner in Harpstedt werden. Aktuell sind sie auf dem besten Weg dorthin, die Bewohner und Mitarbeiter fühlen sich bereits jetzt wohl. „Wir haben nie das Gefühl gehabt, dass man uns hier nicht haben will“, richtete Einrichtungsleiterin Petra Hakemann ihren Dank an die Harpstedter. Angehörige, Nachbarn und Interessierte lud sie bei dieser Gelegenheit gleich ein, die Einrichtung zu besuchen. „Wir wollen ein Haus der offenen Tür sein“, versprach Hakemann.

Betten, Schränke, Tische – all das steht bereits in den eigenen vier Wänden der zukünftigen Bewohner. Einige Wände sind bereits farbig bemalt, an anderen hängen Logos von Fußballvereinen. „Jeder wird sein Zimmer so einrichten, wie er es gerne möchte“, sagt Hakemann. In den kommenden Wochen beziehen die Bewohner ihre Zimmer. Und dann ist das neue Haus ihr Zuhause.

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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