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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Skulptur zeigt in den Himmel

23.04.2018

Harpstedt Schon im Dezember des vergangenen Jahres war der „Sternengarten“ auf dem Friedhof Harpstedt fertig angelegt worden. Das Jahr, in dem der Hospizverein Samtgemeinde Harpstedt sein zehnjähriges Bestehen feierte.

Doch auf eine große Feier war verzichtet worden, denn der Sternengarten lag dem Hospizvereinsmitgliedern mehr am Herzen als eine große Vereinsfeier. Bei den knappen Vereinsmitteln konnte nur so die Gedenkstätte umgesetzt werden. Am vergangenen Samstag gab es dazu nun auch die offizielle Einweihungsfeier. „Für unseren kleinen Verein ein großes Projekt“, sagte die Vorsitzende des Hospizvereins, Elke Kopmann-Cordes, zu Beginn ihrer Begrüßungsansprache.

Den „Sternengarten“ bezeichnete sie im Verlauf ihrer Rede als Ort, an dem Eltern, die vor, während oder nach der Geburt ihre Kinder verloren haben, verweilen und sich erinnern können. „Es gibt viele Möglichkeiten, eine solche Gedenkstätte zu gestalten. Die Kunst ist, sich für eine Möglichkeit zu entscheiden.“

Nach einigen Umwegen ging der Hospizverein auf Heidrun Kohnert zu. Sie sollte eine passende Skulptur erstellen. Das kostete Geld. Viele Menschen und Institutionen halfen aber mit Spenden. Es gab grünes Licht für das Gesamtvorhaben.

Im Oktober 2016 stellte die Künstlerin ein erstes Modell vor. „Herausgekommen ist eine freundliche Skulptur. Eine offene Form mit freiem Platz in der Natur. Eine Skulptur, die in den Himmel zeigt und aus rotem Ziegelton gearbeitet worden ist“, beschrieb Heidrun Kohnert ihre Arbeit. Die Ziegel dazu hatte sie noch von der Ziegelei Wehrmann als Restposten liegen – ein warmer (Farb-)Ton aus der Region.

Vorsitzende Elke Kopmann-Cordes erzählte: „Im November wurde das Fundament gegossen. Danach errichtete Maurermeister Willi Wilker, immer im Beisein der Künstlerin, das Denkmal. Anfang Dezember legte die Landschaftsgärtnerei Knolle den Garten an. Die Eibenhecke pflanzte die Firma Kmitta, die auch die weitere Pflege der Denkstätte übernehmen wird.“ Wie die Vorsitzende weiter beschrieb, steht im „Sternengarten“ auch eine wunderschöne Bank zum Innehalten. Diese Bank entdeckte Michaela Jackowski. Sie war es auch, die zu Beginn der Einweihungsfeier das Gedicht „Sternenkinder“ von Manfred Friske, Leiter der Poetischen Stube Delmenhorst, vortrug.

„Wir haben den Platz bewusst nicht stark bepflanzt“, sagte Elke Kopmann-Cordes. „Das Kunstwerk ist aussagekräftig genug. Wir wollen so ausdrücken, dass nach einer Fehl- oder Totgeburt eine Leere entsteht.“

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse nannte die Gedenkstätte eine tolle Idee. Der Denkort sei nicht zum Gedenken an die Toten gedacht, sondern auch als Ort für die Lebenden. In diesen Rahmen füge sich der „Sternengarten“ passend ein.

Zur Feierstunde waren auch Stefanie Gebers und Sarah Günter von den „Sterneneltern Achim“ gekommen. Pastor Gunnar Bösemann und Pfarrer Arnold Kuiter vollzogen schließlich die Einweihung. Für passende musikalische Begleitung sorgten Elke Schäfer auf der Querflöte und Irmtraud Keppler mit der Harfe.

Im Anschluss trafen sich die gut 60 Gäste an der Kapelle auf dem Friedhof zu einem kleinen Empfang.

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