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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Stiller Protest mit Zetteln an der Kirchentür

07.05.2019

Harpstedt Wer an diesem Mittwoch, 8. Mai, um 8.30 Uhr den Gottesdienst der katholischen Kirche in Harpstedt, Freistraße 25, besucht, wird Klebezettel an der Innentür der Kirche vorfinden. Sie sind Teil der Initiative Maria 2.0, an der sich eine Gruppe Frauen der Pfarrei St. Anna beteiligt. Auf den Klebezetteln können alle das notieren, was sie sich von der Kirche wünschen, was sie ärgert und was sich ändern muss.

„Es soll eine Erneuerung in der katholischen Kirche stattfinden. Vor allem das Frauenbild soll sich verändern dürfen, das ist der Hintergrund der Aktion“, sagt Monika Schäfers von der Pfarrei St. Anna. Es gebe zum Beispiel viele Pastoralreferentinnen, die das Hintergrundwissen mitbringen würden, aber nicht in den Vordergrund treten dürften. „Die katholische Kirche ist noch sehr angestaubt, Zwangszölibat und keine Frauen als Priesterinnen“, sagt Schäfers.

Die Initiative Maria 2.0 ist aus der Bibelkreisgruppe in Münster entstanden. „Irgendwann im Januar kippte dort die Stimmung durch die ganzen Sexualmissbräuche“, erklärt Schäfers, „und sie haben sich gefragt, warum machen wir das eigentlich noch? Wir stehen nicht mehr hinter unserer Kirche.“ Doch still und heimlich austreten wollten die Frauen nicht, denn die Gemeinschaft und den Glauben fänden sie gut. Stattdessen entschlossen sie sich, „auf die Barrikaden zu gehen“, wie Schäfers beschreibt. Für ihre Initiative wählten sie die Heilige Maria. „Sie wird immer auf dem Sockel gestellt, aber schweigend, und sie erträgt auch immer alles schweigend und still. Sie will man nun symbolisch von dem Sockel holen, weil Maria symbolisch viel für die Frauen in der Kirche macht“, sagt Schäfers.

Die Frauengruppe der Pfarrei St. Anna hat erst am 2. Mai von der Initiative Maria 2.0 erfahren, dementsprechend ist die Aktion am Mittwoch nicht sehr groß, wie Schäfers betont: „Wir sind ins kalte Wasser geworfen worden, aber wollen darauf aufmerksam machen.“ Auch der Pastor steht hinter der Aktion.

Die Klebezettel werden voraussichtlich noch bis zum 18. Mai an der Innentür hängen bleiben. Danach werden die notierten Aussagen zusammengetragen und die Gruppe wird sich noch einmal zusammensetzen, um zu sehen wie es weitergehen soll.

Soeke Heykes Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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