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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Wir emotionalisieren die Menschen“

23.02.2018

Harpstedt Peter Orloff kennt das. Konzerte mit seinem Schwarzmeer Kosaken-Chor seien für die Besucher wie ein Wechselbad der Gefühle: Gänsehaut-Atmosphäre, Mystik, unbändiges Temperament, mitreißende Fröhlichkeit – all das liegt dicht beieinander. „Wir emotionalisieren die Menschen“, sagte Orloff am Mittwochabend am Rande des Konzertes in der Harpstedter Christuskirche. Knapp 300 Gäste ließen das gern mit sich geschehen.

„Wir haben uns vorgenommen, hier das schönste Konzert unserer ganzen Tournee zu singen“, kündigte Orloff an. Diese Tournee durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg, so hatte „Prager“-Dirigent Steffen Akkermann schon in seiner Begrüßung deutlich gemacht, sei nicht irgendeine Serie von Auftritten: „Vor 80 Jahren erfolgte die Gründung dieses weltbekannten Chores. Peter Orloff – die Schlagerlegende und der König der Hitparaden – konzertierte in den 50er Jahren noch mit Mitgliedern der ersten Stunde und ist seit 25 Jahren der musikalische Gesamtleiter.“

Orloff bat das Publikum erst einmal aufzustehen. Denn mit dem „Vater unser“ sollte das Konzert beginnen – natürlich gesungen, in der Vertonung von Nikolai Rimsky-Korsakov.

Was folgte, ließ bereits erahnen, was der Chorleiter mit „emotionalisieren“ meinte: Mit Tschaikowskys Schwanensee, dem Gefangenenchor aus Verdis Nabucco, schließlich Schuberts Ave Maria zogen die stimmgewaltigen Interpreten völlig in ihren Bann, scheinbar spielerisch in ihren Bass-, Tenor- oder Counter-Tenor-Stimmen unterwegs. Orloff selbst brachte sich mit seiner voluminösen Baritonstimme ein.

Eindrucksvoll auch die Instrumental-Begleitung. Ilya Kurtev, Slava Kripakov und Irina Kripakova gaben mit Bajan (Akkordeon), Domra und Bass-Balalaika ihre musikalische Visitenkarte ab – auch bei einer kleinen Bühnenshow.

Dass die Musik des Kosaken-Chors für Orloff auch für Verständigung steht, machte er ganz nebenbei klar. Denn das Ensemble setze sich aus Musikern aus Russland und der Ukraine zusammen, die hier harmonisch und friedlich miteinander arbeiten. Orloff: „Geht doch!“

In der Pause war der Chorleiter ein gefragter Gesprächspartner, frei von Allüren. Mehrere wollten Autogramme. Einige der Zuhörer sprachen Peter Orloff auf frühere Begegnungen an, zwei von ihnen – „Hedwig und Werner aus Recklinghausen“ – wurden von ihm sogar mitten im Konzert persönlich begrüßt.

In Harpstedt war das Gastspiel der zweite Auftritt der Schwarzmeer-Kosaken. Hoffentlich nicht der letzte.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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