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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Sonnenstein“ zieht bald um

20.01.2018

Harpstedt Spätestens im Frühjahr zieht der „Sonnenstein“ nach Cloppenburg um. Das haben am Donnerstagabend in Harpstedt an die 50 Zuhörer erfahren, die sich gerne an ihre Disco- und Jugendzeit im „Stein“ auf dem Koems-Gelände erinnern.

An diesem Abend stellten der Museumsdirektor Prof. Dr. Uwe Meiners sowie die beauftragten Architekten Hermann Dunkler-Gronwald und Achim Wiechmann das Projekt und den aktuellen Stand sowie die anstehenden Arbeitsschritte zur Gebäudeversetzung der Landdiskothek „Zum Sonnenstein“ vor.

Museumsdorf erweitern

Bekanntlich plant das Museumsdorf Cloppenburg mit dem Konzept „Museumsdorf 2020“ die Erweiterung des Geländes. Entstehen soll ein neu zu erschließender Teil mit exemplarischen Gebäuden, die den Besuchern von damals und Generationen von morgen die regionale Geschichte von den 1950er- bis 1980er- Jahren näherbringen sollen. An einem Straßenzug könnte mit Siedlungshaus, Tankstelle, Friseursalon, Lebensmittelgeschäft und eben einer Landdisco diese Zeitepoche dargestellt werden. So die Vision.

„Die Landdisco Zum Sonnenstein soll der große Aufschlag für das Großprojekt sein“, betonte Meiners. Und: Das Haus soll dann auch wie damals zum Discobesuch einladen – nicht jedes Wochenende, aber durchaus in regelmäßigem Abstand, so der Museumsdirektor.

Doch bis es soweit ist, gilt es viele Arbeitsschritte abzuarbeiten. Das bewegliche Inventar ist seit Ende 2016 gesichert. Nun folgt die Demontage der festen Einbauten. Nach Abtrag des Dachstuhls wird die äußere Hülle in größtmöglich transportable Teile zerlegt und nach Cloppenburg gebracht, wo das Gebäude originalgetreu am neuen Standort wieder aufgebaut wird.

Architekt Dunkler-Gronwald erklärte, wie das Gebäude zerlegt wird. Nachdem das Obergeschoss und Dach gesichert wurden, werden auch die einzelnen Segmente des tragenden Untergeschosses getrennt. „Die so erhaltenen Teilsegmente werden dann nach Cloppenburg transportiert und dort sofort wieder aufgestellt und gesichert“, beschrieb der Architekt. Für diese Arbeiten wird ein Zeitraum von ungefähr 14 Tagen veranschlagt.

Seit Herbst führt Restaurator Jaruslav Oszag Farbbestimmungen der Wände durch und sicherte ein großes Wandbild für den Abtransport. Nun wird auch damit begonnen, einen gemauerten Tresen in Teilen abzubauen.

Gefördert wird der Ab- und Wiederaufbau der Disco aus EU-Mitteln mit dem regionalen Leader-Projekt „Soesteniederung“. Für die Arbeiten und Erforschung der Geschichte des Lokals werden zusätzliche Mittel benötigt. Namhafte Förderstiftungen haben sich schon eingebracht.

Disco mit Kultstatus

Daneben läuft die Forschungsarbeit mit Zeitzeugengesprächen und Sichtung von Dokumenten – ein wichtiger Baustein, denn so viel wie möglich soll an Fakten, Stimmungen und Jugendkultur überliefert werden.

Der „Sonnenstein“ war in den 50er- und 60er-Jahren Tanzlokal, ab Mitte der 70er-Jahre bis in die 2000er-Jahre Landdiskothek mit Kultstatus in einem Einzugsgebiet bis Bremen. „Für uns ist die Landdisco ein Glücksgriff. Die spannende Disco-Ära wird durch die vielen originalen Ausstattungsstücke wieder erlebbar“, meinte Museumsdirektor Meiners abschließend.

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