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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

BÜCHER: Hasen-Ahlers’ gesammelte (Un-)Taten

14.03.2007

STüHE Vor rund 175 Jahren wurde der Wilddieb Hasen-Ahlers geboren. Jetzt wurde ihm ein Buch gewidmet.

Von Kristian KLooß STÜHE - „Es ist schon erstaunlich, dass die Bevölkerung immer auf seiner Seite war. Nie ist er von einem von ihnen angezeigt worden“, sagt Gerold Spille über den berüchtigsten Wilderer, den der Stühe je sah. Die Rede ist vom Wilddieb Hasen-Ahlers. Ihm hat der Brettorfer Rentner gemeinsam mit dem aus Ganderkesee stammenden Hermann Speckmann jetzt ein Buch gewidmet, das gut 175 Jahre nach Hasen-Ahlers’ Geburtstag Zeugnis ablegen soll von dessen Taten – und jenen, die ihm zumindest zugeschrieben werden.

„Ich bin heimatkundlich interessiert. Und zu Hasen-Ahlers gibt es sehr alte und vor allem sehr verstreute Sachen, vor allem Zeitungsartikel. Und ich dachte mir, das muss man mal zusammenfassen“, nennt Hermann Speckmann die Gründe, ein Buch über den legendären Hasenwilderer zu schreiben.

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Mit Gerold Spille fand der 69-Jährige einen Co-Autor, der genau das mitbringt, was man für ein solches Projekt braucht. „Er hat mich angerufen“, erinnert sich Gerold Spille, „und er hat dann gesagt, du hast doch so viele Sachen zu Hasen-Ahlers. Wollen wir da nicht mal was machen?“ Und Gerold Spille wollte. „Denn Hasen-Ahlers, der ist praktisch mein Nachbar“, sagt er, lacht und deutet aus dem Fenster im Obergeschoss auf eine Ansammlung von Bäumen in mehreren hundert Meter Entfernung. „Dort hat er gewohnt“. Kennengelernt hat Gerold Spille die Legende aus dem Stühe natürlich nicht. „Aber mein Onkel hat öfter von ihm gesprochen. Und meine Urgroßeltern kannten ihn“, sagt der 75-Jährige.

Die Fotos, Anekdoten und Lebensdaten über den Wilddieb hat er schon vor Jahren aus Anlass des 150. Geburtstages von Hasen-Ahlers zusammengetragen. An ein Buch habe er allerdings damals noch nicht gedacht.

Doch das Fundament war gelegt. Und mit Hilfe Hermann Speckmanns und in Zusammenarbeit mit dem Isensee-Verlag entstand in nur drei Monaten das 71-seitige Werk „Hasen-Ahlers – Der Wilddieb vom Stühe“, das ab sofort für 9,80 Euro in Buchhandlungen erhältlich ist.

Schwierig sei es gewesen, Wahrheit und Legende von einander zu trennen, sagt Hermann Speckmann. „Ganz sicher ist eigentlich nur, dass er viele Hasen geschossen hat“, fügt er lachend hinzu. Den Kern des Buches bildeten dann auch die Döntjes über den Wilddieb, dessen Geschichten schon zu seinen Lebzeiten im Oldenburger Land die Runde machten.

Doch auch die „gesicherten“ Lebensdaten von Hasen-Ahlers haben ihren Platz in dem Buch. Ebenso wie ein Bericht eines Zeitzeugen über Hasen-Ahlers vor Gericht und im Gefängnis. Auch das Strafregister des Wilddiebs ist im Buch enthalten, so wie ein Dutzend Fotos, auf denen auch Hasen-Ahlers immer wieder posiert. Nicht zu vergessen natürlich das berühmte Hasen-Ahlers-Lied, das der baumgroße Wilderer gerne auch selbst anstimmte, wenn er mit seiner langen Flinte über die Schulter gelegt durch den Stühe streifte.

Bekannter Wilddieb

Als Hinrich Ahlers wurde der wohl bekannteste Wilddieb der Region am 14. Oktober 1831 in Klattenhof geboren. Sein Vater war Landwirt, mit einem Hof am Südrand des Stühe. Über die Jugend des später berühmten Bauernsohnes ist allerdings wenig bekannt. Er besuchte die Schule in Brettorf und war nach eigenen Aussagen ein guter Schüler. Später leistete er den Militärdienst im Oldenburgischen Infanterie-Regiment.

Zum Einsiedler im Stühe wurde er nach einer Krise, die verschieden überliefert ist. Einige sagen, er habe einen Brand verursacht und sei wegen seiner anschließenden Enterbung in den Wald geflüchtet. Andere sagen, seine Eltern hätten eine von ihm gewählte Braut als nicht standesgemäß abgelehnt. Dennoch, auch als Einsiedler verlor Hasen-Ahlers nie den Kontakt zum heimatlichen Hof. In Notfällen gab es dort immer Brot, Speck und Wurst.

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