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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Geschichte: Hasen-Ahlers: Totgesagte wildern länger

04.09.2010

GANDERKESEE „Donnerwetter, Paraplui!“ Die Legende von Hasen-Ahlers lebt. Knapp hundert Jahre nach seinem Tod ist der Name des berühmten Wilddiebes und Originals noch immer lebendig. In Geschichten und Überlieferungen lebt die historische Figur weiter.

Das reale Vorbild starb 1913 als Hinrich Ahlers in Immer. Der legendäre Eigenbrötler aus dem Buchenwald Stühe, der zu Lebzeiten Gendarmerie und Obrigkeit in Atem hielt, treibt im Jahr 2010 erneut sein Unwesen.

Taten und Untaten

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Jetzt erscheint ein neues Buch von ihm. „Neues von Hasen-Ahlers“ heißt es, hat 53 Seiten und kostet 8,90 Euro. „Taten und Untaten des berühmten Wilddiebes“, so lautet der Untertitel.

Geschrieben hat es der Hasen-Ahlers-Experte Hermann Speckmann aus Ganderkesee. Speckmann ist auch Autor des Standardwerkes „Der Wilddieb vom Stühe“, das er zusammen mit Gerold Spille 2007 verfasste und das sogar zeitweise Hape Kerkeling mit seinem Buch in Delmenhorst von der Bestseller-Liste verdrängte.

Am Freitag stellte Hermann Speckmann sein neues Werk im Oldenburger Hof der Öffentlichkeit vor. „Hasen-Ahlers ist noch immer eine Projektionsfigur für Legenden aller Art“, so der Heimat-Schriftsteller über seine Motivation.

Legenden und Mythen

Diese Legenden und Mythen über die historische Figur hat Speckmann in einem Jahr Arbeit aufgeschrieben. Vieles davon entstammt seinen Kindheits-Erinnerungen. „Als ich ein Kind war, lebten noch einige, die Hasen-Ahlers persönlich gekannt haben“, erinnert sich Speckmann.

Hasen-Ahlers sei eine urige Person gewesen, der Widerstand gegen die Behörden leistete und sogar „hohe Herren“ veräppelte. Als der im Gefängnis gefragt wurde, warum er nicht aufstehe, sagte Hasen-Ahlers: „Ich bin zum Sitzen verurteilt.“

Zum Hintergrund: 1831 wurde Hinrich Ahlers in Klattenhof südlich vom Wald Stühe geboren. Nachdem er angeblich enterbt wurde, ging er als Einsiedler in den Wald. 1885 zog er in einen alten Schafstall. Um zu überleben, schoss er im Wald Tiere, vor allem Hasen. So bekam er seinen Namen.

„Er liebte die Freiheit“

„Er war der Meinung, dass der Wald allen Menschen gehört – und nicht nur der Obrigkeit“, sagt Hermann Speckmann. „Und er liebte die Freiheit.“

Ahlers sei so etwas wie der erste Hausbesetzer gewesen, denn er habe einfach ein Gebäude bezogen, das ihm nicht gehörte – der Schafstall. Er stand einige Male vor Gericht und landete sogar im Zuchthaus von Vechta.

Die Geschichte von „Hasen-Ahlers“ – noch immer ist sie ein lebendiger und schillernder Mythos der Heimatgeschichte. Der hünenhafte Mann mit Schuhgröße 53 ist heute eine Kult-Figur.

Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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