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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Helfen aus der christlichen Tradition“

21.12.2015

Ganderkesee Ehrenamtlich engagiert sind Monika und Erich Kurzawski seit Jahrzehnten – so intensiv gefordert wie in diesem Jahr war das Ehepaar aus Ganderkesee aber wohl noch nie: Seit die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen zur größten Herausforderung für die Gemeinde geworden ist, übernehmen die beiden 68-Jährigen eine zentrale Rolle in der Koordinierung der vielen ehrenamtlichen Helfer – dafür wurden sie von NWZ -Lesern als Kandidaten für Ganderkesees „Mensch des Jahres“ vorgeschlagen.

Antrieb für beide sei „die christliche Tradition, Menschen zu helfen“, sagt Erich Kurzawski. Als sich auf seine Initiative Anfang des Jahres nach längerer Vorbereitung der Diakonie-Ausschuss der ev.-luth. Kirchengemeinde gegründet hatte, ging es zunächst mit kleinen Schritten los: Nähstübchen, Sprachkurse, regelmäßige Kaffeerunden.

„Und dann kam im Sommer plötzlich der starke Zustrom“, erinnert sich Kurzawski. Mit der ersten Notunterkunft in der Turnhalle am Habbrügger Weg musste auch die Versorgung der Bewohner organisiert werden. Monika und Erich Kurzawski stellten diese auf die Beine – unterstützt von kirchlicher wie politischer Gemeinde, Einrichtungen wie dem Wichernstift, Organisationen wie der Tafel und Wirtschaftsbetrieben wie der örtlichen Gastronomie. Helfer mussten requiriert und Abläufe organisiert, Schichtpläne geschrieben und Lebensmittel bestellt werden.

Bis heute koordiniert das Ehepaar Kurzawski die morgendliche und abendliche Essenausgabe an Flüchtlinge – inzwischen im Schützenhof, wo neben den Albanern aus der Halle auch die überwiegend aus Syrien stammenden Bewohner der Mobilunterkunft im Stadion versorgt werden. Mittlerweile ist das Team so eingespielt und die Hilfe auf so viele Schultern verteilt, dass die Organisatoren ein bisschen Entlastung erfahren: „Wir müssen jetzt nicht mehr beide jeden Tag zweimal ausrücken“, sagt Erich Kurzwaski. Er ist morgens zum Frühstück vor Ort, seine Frau beim abendlichen Buffet.

So bleibt mehr Zeit, sich mit weitergehenden Hilfen zu beschäftigen: Sprachunterricht vor allem sowie Begleitung bei Behörden- und Arztbesuchen. Sie kümmern sich auch um Spielzeug für die Kinder und Gebrauchsgegenstände wie Fahrräder für die erwachsenen Flüchtlinge. Und sie suchen nach Beschäftigung für die Menschen, und sei es beim gemeinsamen Nähen. Denn, so Monika Kurzawski: „Die Langeweile ist das Schlimmste“.

Überwältigt sind beide von der Hilfsbereitschaft der Ganderkeseer – mit Spenden wie auch im persönlichem Einsatz – und vom Zusammenhalt ihres großen Helferteams. Auch die Kooperation mit der Gemeinde oder Feuerwehr und DRK sei eine beglückende Erfahrung, meint Monika Kurzawski. „Es gibt immer mal Momente, wo man denkt: Mensch ist das toll“, findet sie. „Darauf kann Ganderkesee wirklich stolz sein.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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