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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

HOBBY: Historische Motive wecken Erinnerungen

04.08.2009

HUDE Die vier kleinen Ringordner wirken im Regal unscheinbar. Doch wer einen Blick hinein wirft, begibt sich auf eine Reise durch rund 100 Jahre Huder Geschichte. In den Ordnern befinden sich mehr als 200 Postkarten, die Ulrich von Maydell in den vergangenen drei Jahren gesammelt hat. Die Klosterruine, die Wassermühle, Ansichten der Parkstraße oder des Bahnhofs sind nur einige der Motive, die eines gemeinsam haben: Sie verdeutlichen, wie sich der Klosterort im vergangenen Jahrhundert gewandelt hat.

Mit Fotos angefangen

„Angefangen hat es mit historischen Fotos, die ich auf Karten drucken ließ“, erzählt Ulrich von Maydell und nimmt die Ringordner aus dem Bücherregal. Während er einige Karten aus den Klarsichthüllen zieht und vor sich auf dem Tisch verteilt, erinnert sich der 45-Jährige daran, wie er die ersten Karten erwarb. „Ich habe im Internet geschaut, ob dort historische Postkarten aus der Gemeinde angeboten werden“, erzählt er. Und von Maydell wurde schnell fündig. „Meist sind es Händler, die Haushaltsauflösungen aufkaufen und diese dann weiterverkaufen“, berichtet er. So sortierte er mit der Zeit immer mehr Abbildungen aus dem Kernort Hude, aus dem Hasbruch und dem Klosterviertel, aber auch aus den Bauerschaften in seine Ringordner.

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Uwe Schubert, Fachbereichsleiter in der Gemeindeverwaltung, erfuhr von dem interessanten Hobby und schlug vor, eine Ausstellung zu organisieren. Auf mehreren Stellwänden sollen nun anlässlich der 777-Jahr-Feier Postkarten im Foyer der Landessparkasse zu Oldenburg gezeigt werden. Am Montag, 31. August, wird die Ausstellung eröffnet.

Zum Teil sind die Karten noch unbeschrieben, die von Maydell auf dem Tisch ausbreitet. Zum Teil wurden sie natürlich auch verschickt. Nicht immer lässt sich die Schrift noch lesen, die Buchstaben sind längst verblasst. Doch zum Beispiel findet sich in der Sammlung eine Karte aus dem Jahr 1979 an Martha. Sie war damals eine der beiden Gemeindeschwestern, die jeder im Ort kannte, erläutert von Maydell.

„Gruß aus Hude" steht auf der ältesten Karte in der Sammlung. Es handelt sich um eine Lithografie-Karte, die aus dem Jahr 1896 stammt. Sie zeigt unter anderem eine chemische Fabrik, in der zu dieser Zeit Benzin hergestellt wurde, der Kraftstoff „Hudolin“, wie von Maydell berichtet.

Auch das Haus Marienhude wird dort abgebildet. Es diente in jenen Tagen als Sitz der Direktoren der chemischen Fabrik. Weitere Motive auf dieser Karte sind die Amalieneiche und die Friederikeneiche aus dem Hasbruch sowie das Gut Witzleben.

Auf einer Karte aus dem Jahr 1898 ist auch der Bahnhof zu sehen. Außerdem ist der Gasthof „Zum Schützenhof“ abgebildet. „Ich denke, dass es das heutige Hotel Burgdorf ist“, sagt von Maydell, den historische Themen schon lange reizen.

Im Bücherregal steht deshalb auch das Buch „Hude in alter Zeit – Kleine Lektüre über die Geschichte Hudes“ von Karl Lührmann, das zur 777-Jahr-Feier neu aufgelegt werden soll.

Aus den Kriegsjahren gibt es keine Karten in von Maydells Ringordnern. Allerdings findet sich eine Ansicht der Parkstraße als Allee, die aus dem Jahr 1936 stammt. Eine weitere Karte zeigt die Parkstraße etwa 30 Jahre später. „Das Bild wurde aus Richtung des Bahnhofs aufgenommen“, erzählt der 45-Jährige. Auch ungewöhnliche Karten gehören zu der Sammlung. „Dies ist eine Karte, die mit Seide bezogen ist“, sagt von Maydell und hält eine Postkarte hoch, auf der die Klosterruine zu sehen ist. „Die Leute sind auf die verrücktesten Ideen gekommen“, meint er und schiebt die Karte aus dem Jahr 1911 zurück in die Klarsichthülle.

Erinnerungen wecken

In Kürze wird er mit den Vorbereitungen für die Ausstellung beginnen. „Wenn es möglich ist, soll es zu jeder Karte Informationen geben, was sie zeigt und aus welchem Jahr sie stammt.“ So will von Maydell Erinnerungen wecken an Orte und Ansichten, die es in dieser Form heute nicht mehr gibt. Die historische Reise beginnt mit vier unscheinbaren Ringordnern.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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