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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Heimatstube: Historische Schätze in neuem Glanz

11.08.2016

Bürstel Neben alten Puppenstuben und Kinderbetten finden sich eine Apfelschälmaschine oder die Vorgänger der modernen Wärmflasche – Dinge des alltäglichen Lebens ab der Nachkriegszeit. Im Gebäude der ehemaligen Volksschule in Bürstel, Am Heidenwall 9, sind viele solcher historischen Schätze zu finden. Dort hat der Orts- und Heimatverein (OHV) Ganderkesee in ehrenamtlicher Arbeit eine Heimatstube eingerichtet.

„Unser Ziel ist es, zu bewahren, wie die Generationen vor uns in der Gemeinde Ganderkesee gelebt haben“, sagt OHV-Vorsitzender Günter Fleischer. Darum haben die Vereinsmitglieder liebevoll verschiedene Themenzimmer eingerichtet. Es finden sich eine Schulklasse, ein Nähzimmer, eine gute Stube, eine Schuhmacherwerkstatt, eine Küche, ein Waschraum und vieles mehr. „Bei Führungen erzählen wir zu einigen Gegenständen Geschichten. Vieles davon kennen wir noch aus unserer Kindheit“, so Fleischer.

Tag der offenen Tür in Bürstel

Am Sonnabend, 13. August, öffnet der Orts- und Heimatverein Ganderkesee die Türen seiner Heimatstube für alle Interessierten. Die Veranstaltung dauert von 11 bis 17 Uhr. Am Heidewall 9 in Bürstel werden den Besuchern viele historische Gegenstände präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Auch für jüngere Besucher gibt es allerlei spannende Exponate zu entdecken. Außerdem wird die NWZ -Hüpfburg aufgebaut sein. Zur Stärkung der Gäste stehen Kaffee, Tee und selbst gebackener Kuchen bereit.

Ideen, um der Heimatstube neuen Schwung zu verleihen, haben Fleischer und seine Vorstandskollegen einige. Sie halten das Konzept der „Living History“ für wichtig. Dabei führen Schauspieler in historischen Gewändern vor, wie zur jeweiligen Zeit gelebt wurde. „Das ist nur etwas für große Museen, wie das Museumsdorf in Cloppenburg“, erklärt Vorstandsmitglied Fritz Witte. Doch im Kleinen versucht der Orts- und Heimatverein, dies am Sonnabend, 13. August, beim Tag der offenen Tür zu zeigen.

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Um die Erinnerungen an traditionelle Herstellung wach zu halten, werden die „Olen Handwerker“ kommen. Ein Schmied, ein Seilmacher und ein Drechsler werden auf dem Gelände Am Heidewall ihre Handwerkskunst vorführen und erklären.

Eine weitere Möglichkeit, die Heimatstube mehr in ein Museum zu verwandeln, wäre die Art der Ausstellung zu verändern. „Wir hätten gern mehr Platz, um einzelne Exponate in ein herausragendes Licht zu rücken“, sagt Witte. Museen mit großer Fläche könnten einzelne Gegenstände herausstellen. Im Depot steht eine große, schwere Schmiedemaschine. „Die können wir nicht einfach so wegbewegen“, erklärt Witte. Außerdem müssten erklärende Text-Bild-Elemente dazu. Sie sollten aufzeigen, wie die Maschine früher bedient wurde.

Dazu fehlt jedoch die Zeit. „Wir haben leider kaum Nachwuchs“, bedauert Fleischer. „Es müsste ein Umdenken stattfinden, in dem die Heimat wieder einen großen Wert hat“, so Witte.

Besonders freut er sich, wenn Kinder mit ihren Großeltern und Eltern kommen und so unterschiedliche Lebenswelten aufeinandertreffen. Kinder seien besonders fasziniert von den alten Telefonen mit Wählscheibe und von den Schreibmaschinen. Ihre Funktionsweise und Erinnerungen an die technischen Errungenschaften können die Großeltern dann erklären. „So bleibt das Wissen über Wohnen und Leben früherer Generationen erhalten“, sagt Fleischer. Der Orts- und Heimatverein würde sich freuen, wenn viele Besucher am Sonnabend den Weg in die Heimatstube finden.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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