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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Höhen und Tiefen des Lebens

22.03.2019

Hohenböken Hinter so manchem Kunstwerk steht eine interessante Geschichte. So ist es auch bei der Skulpturengruppe „Menschwerdung“ vom Werkstattprojekt für Langzeitarbeitslose der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Ganderkesee.

„Wir haben einen Teilnehmer, der die Gruppe letztes Jahr entworfen hat. Unser Anleiter Edgar Ruhm erzählte ihm von einer Skulptur, die er auf einer Warschau-Reise gesehen hatte, was den Teilnehmer dann inspiriert hat“, erzählte Anja Gertje, Pädagogische Leitung der LEB-Werkstatt, am Donnerstag bei der Eröffnung der Ausstellung in der Villa Hohenböken.

Der 37-jährige Künstler möchte anonym bleiben, eine Erklärung der Skulpturen gibt es nicht. „Das ist das Leben“, fand Tinke Schmidt, Inhaberin der Villa Hohenböken. Sie sieht in den Figuren die Höhen und Tiefen des Lebens. Diesen Sommer über soll die „Menschwerdung“ auf der Parkfläche der Villa ausgestellt bleiben. „Wir sind sehr beeindruckt“, so Schmidt. Der Kontakt zur LEB war für sie und Villa-Mit­inhaber Rainer Tönjes ursprünglich auf der Suche nach einer Arbeitskraft zustande gekommen. „Wir waren begeistert von dem, was die LEB so macht, und haben dann gefragt, ob wir das bei uns ausstellen können“, erklärte Schmidt.

Die Skulpturen der „Menschwerdung“ wurden in rund 400 Stunden Arbeitszeit aus Baustahl und Fliesenkleber erstellt. In der Villa Hohenböken werden sie nicht zum ersten Mal ausgestellt, von August bis Oktober vergangenen Jahres konnte man das Ensemble bereits im Garten des Kulturhauses Müller bewundern – da allerdings noch ohne Namen.

Es sind nicht die einzigen Werke dieser Art, die bei der LEB gefertigt wurden. „Wir haben noch andere Figuren wie eine Tänzerin oder ein Einhorn,“ führte Gertje aus. In der Villa Hohenböken stößt das auf Interesse. „Diese Figuren könnten bei uns einen Platz finden“, sagte Schmidt.

Anja Gertje zeigte sich erfreut über die Ausstellung. „Das braucht unsere Gesellschaft,“ sagte sie. „Gemeinsam etwas zu schaffen, wo der soziale Aspekt im Vordergrund steht.“ Tinke Schmidt sah eine positive Bestätigung für die LEB-Teilnehmer: „Das ist auch eine Form der Spiegelung, wenn sie ihre Tätigkeiten hier ausstellen können“, sagte sie.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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