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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Was aus Mädchenträumen geworden ist

02.05.2019

Hohenböken Nicht alle Lebensträume aus jungen Jahren werden letztendlich Wirklichkeit – besonders für Frauen, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts geboren wurden. Ein Film der Villa Hohenböken beleuchtet im Rahmen der landesweiten Initiative „frauenORTE“ die Träume und Lebensgeschichten von drei Ganderkeseer Frauen aus dieser Zeit.

Alte Muster überwinden

„Einige meiner Tanten und Großmütter haben alte Enttäuschungen und alten Zorn mit sich getragen“, erinnerte sich Tinke Schmidt, Inhaberin der Villa Hohenböken. „Ich bin in den 60er Jahren geboren und für mich war vieles noch immer nicht einfach. Da gab es etliche alte Denkmuster zu überwinden.“ Dass sie zu diesem Thema wenig in den aktuellen Medien fand, war letztendlicher Anstoß für den Film. Diesen drehte der Oldenburger Regisseur Carsten Woike, mit dem Schmidt durch Zufall in Kontakt kam.

„Das war während der Dreharbeiten zu einem Kurzfilm“, sagte Woike. Im Februar hatte er einen Psychothriller als privates Projekt mit wenig Fördermitteln in Ganderkesee gedreht und dabei in der Villa übernachtet. „Solche Projekte mache ich vielleicht einmal alle zwei bis drei Jahre“, sagte Woike, der sonst Messefilme oder Trailer für Theater dreht.

Ein Film als Gegenleistung

„Ich habe mich dann an mehrere Firmen und Leute gewandt, ob wir nicht ein Tauschgeschäft machen können, Werbefilme gegen Dienstleistungen.“ Mit Tinke Schmidt traf Woike so die Vereinbarung, ihre Filmidee als Gegenleistung für die Unterbringung umzusetzen.

Das ursprüngliche Konzept von Schmidt sah anders aus. „Vom Ministerium gab es Vorschläge für Umsetzungen“, berichtete sie, „aber die waren eher stadtorientiert. Auf dem Land gibt es einen anderen Interessensbezug. Ich wollte etwas finden, das die Leute im Alltag abholt.“

Mehrere Ideen probiert

Zuerst plante sie ein Projekt mit Schülern, welches aber nicht funktionierte. Dann folgte die Idee, Frauen aus verschiedenen Jahrzehnten zu interviewen. „Es meldeten sich viele“, erklärte Schmidt, „aber die meisten kamen leider nicht von hier.“

Letztlich versammelte sie für den Film drei Ganderkeseerinnen, die alle in den 1940er Jahren geboren wurden. „Rückblickend war es gut, dass wir das geändert haben. Die Beiträge ergänzen sich auf diese Weise“, sagte Schmidt, die sich dazu im Vorfeld auch mit Woike ausgetauscht hatte.

Der Funke übergesprungen

Für die Ganderkeseer Darstellerinnen, die für den Film in Interviewform aus ihrem Leben erzählen, waren die Dreharbeiten am Dienstag aufregend. „Heute morgen habe ich überlegt, ob ich wirklich komme“, gestand Hanna Otter-Sandstedt. Letztlich entschied die 73-Jährige aber, sich der Kamera zu stellen.

„Die Idee finde ich wirklich toll“, sagte sie, „da ist ein Funke übergesprungen.“ Aus ihrem Engagement beim Ganderkeseer Bürgerbus wisse sie, dass die Umsetzung von Projekten häufig von der Unterstützung anderer abhänge. „Ich dachte mir, ich probiere das einfach, obwohl ich anfangs noch gar nicht wusste, was das Ergebnis sein wird“, sagte Otter-Sandstedt.

Premiere hat der Film am Freitag, 21. Juni, um 18 Uhr in der der Villa Hohenböken zur Eröffnung der Ausstellung „frauenORTE“.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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