• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Über die Lebensträume von Landmädchen

01.10.2019

Hohenböken Eine Premiere der besonderen Art gab es am Freitag in der Villa Hohenböken: Der Dokumentarfilm „Landmädchenträume Ganderkesee“– Generation 1940er Jahre” wurde vor rund 50 geladenen Gästen uraufgeführt. Dabei ging es um die Lebensträume von fünf Frauen aus der Gemeinde Ganderkesee, die alle in den 1940er Jahren geboren wurden.

Der Film entstand nach einer Idee von Tinke Schmidt, der Inhaberin der Villa Hohenböken, die Träume von jungen Mädchen vom Land aus vergangenen Jahrzehnten zu beleuchten, was letztendlich aus diesen Träumen wurde und wie es Frauen gelang, aus gesellschaftlichen Grenzen auszubrechen. Lange suchte Schmidt dafür in der Gemeinde nach Darstellerinnen, doch nur wenige wollten vor der Kamera von ihrer Jugend berichten. Die insgesamt fünf Freiwilligen, die sich nach langem Suchen für das Filmprojekt meldeten, waren dann zufälligerweise alle in den 1940er Jahren geboren worden. Aus der Sicht von Tinke Schmidt eine glückliche Fügung, da diese Generation für heutige Frauen viel Pionierarbeit geleistet habe.

„Ich bin in den 60er Jahren geboren und für mich war vieles noch immer nicht einfach. Da gab es etliche alte Denkmuster in der Gesellschaft zu überwinden“, sagte sie während der Dreharbeiten. Im Kampf von Frauen für mehr Selbstbestimmung sei der Schritt von einem Jahrzehnt zum nächsten oft so groß gewesen, dass jede Generation eine ganz eigene Aufklärungsarbeit hätte leisten müssen.

Fünf Protagonistinnen

Zusammen mit dem Oldenburger Regisseur Carsten Woike, der bei dem Filmprojekt die Kamera führte, und technischer Unterstützung ihres Lebensgefährten Rainer Tönjes, filmte Schmidt die erinnerten Lebensgeschichten von Elke zur Loye, Hanna Otter-Sandstedt, Erika Lisson, Erika Haase, und Erika Vogel.

Die Frauen erzählen aus den Kriegsjahren und prägenden Erfahrungen ihrer Kindheit, sowie den Hoffnungen und Träumen, die sie als junge Mädchen hatten. Flucht und Vertreibung aus dem Osten spielen dabei genauso eine Rolle wie das Leben auf dem Land in der Gemeinde sowie die neuen Möglichkeiten, die sich in den 50er- und 60er Jahren boten. Für die Zuschauer wird erfahrbar, welche Träume für die fünf Frauen erfüllbar waren und was ein Traum bleiben musste.

Schmidt war wichtig, etwas zu gestalten, das die Menschen auf dem Land auch abholt, da der Interessensbezug dort anders ist als in einer Großstadt.

Große Resonanz

Sowohl zur Premiere wie auch bei den zwei öffentlichen Aufführungen am Wochenende gab es sehr positive Rückmeldungen, wie Schmidt berichtete. Da einige der Darstellerinnen vor Ort waren, entstanden viele intensive Gespräche. Vor allem von Altersgenossen gab es ein großes Interesse an den Erinnerungen der Frauen.

Aufgrund der regen Nachfrage gibt es im neuen Jahr eine weitere Aufführung: Am Sonntag, 19. Januar, 15.30 Uhr, werden die „Mädchenträume“ noch einmal in der Villa Hohenböken, Ammerweg 15, gezeigt. Der Eintritt kostet 2 Euro, Kartenvorbestellungen sind möglich bei der Villa Hohenböken unter Telefon  0174/ 560 13 17.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2743
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.