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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Bau: Bröckelnde Wände: Holler restaurieren ihre Kirche

04.07.2019

Holle Die St.-Dionysius-Kirche in Holle strahlt in der Sonne – zurzeit zwar nicht vor Schönheit, wohl aber durch ein weißes Netz, welches sie für die anstehenden Bauarbeiten umgibt. Die Kirche wird nun restauriert. Schon 2013 hatte die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Holle-Wüsting das Vorhaben angeschoben. „Jetzt ist es endlich soweit“, sagt Pastor Udo Dreyer am Mittwoch bei einer Besichtigung der Baustelle. Vor Ort waren zudem die Gemeindekirchenratsmitglieder Gerold Heinemann und Holger Wessels sowie der Gästeführer und Heimatforscher Siegfried Hoffmann.

Die letzte Renovierung war nach Angaben der Kirchengemeinde im Jahr 1977. Dass es jetzt mal wieder Zeit wird, sieht man an den bröckelnden Außenwänden: Löcher in der Mauer, herausgefallene Steine, undichte Fenster. Ziel der laufenden Baumaßnahmen ist es, die Kirche denkmalgerecht zu restaurieren, die Außenwände zu sanieren und die Abdichtung gegen die eindringende Feuchtigkeit zu erneuern. „Das ist keine Schönheitsreparatur, sondern eine notwendige Maßnahme“, sagt Dreyer.

Die Kosten der Restaurierung belaufen sich auf 65 000 Euro. Davon stammen  25 000 Euro aus Mitteln der Landeskirche. 14 000 Euro hat die Kirchengemeinde Holle-Wüsting selbst dazugelegt. Noch einmal 26 000 Euro stammen aus Fördermitteln vom Amt für regionale Landesentwicklung des Landes Niedersachsen.

Noch steckt der Bau in den Vorbereitungen: Die Fassaden werden gereinigt, und die glatten Teile der Außenwände mit einer schützenden Grundierung versehen, bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt gestrichen werden. Brüchige Steine sollen zum Teil ersetzt und Risse in der Wand mit Zement ausgebessert werden. Die Fenster erhalten eine neue Silikonabdichtung und einen frischen Anstrich. Maler, Maurer und Fuger werden hier zum Einsatz kommen. Die Blitzschutzanlage wurde bereits erneuert. Geplant ist, die Arbeiten bis Oktober abzuschließen.

Dabei soll es aber nicht bleiben, erklärt Pastor Dreyer und führt die Gruppe in die Kirche hinein. „Die Innenwände müssen dringend gestrichen werden“, sagt er und zeigt auf bräunliche breitflächige Flecken, die sich auf Hüfthöhe etwa über die Innenwände ziehen. „Das kommt durch die aufsteigende Feuchtigkeit“, so der Pastor. Außerdem müsste die Heizung saniert werden.

Noch etwas liegt den Gemeindemitgliedern am Herzen. „Unsere schöne Kanzel stammt aus dem Jahre 1637 und wurde das letzte Mal 1959 renoviert“, sagt Hoffmann. Hier müssten Risse im Holz ausgebessert werden, und die Farbe werden. „Da ist vieles abgeplatzt“, stellt Hoffmann fest und weist auf die Holzfiguren.

Ein weiteres Projekt ist laut Pastor Dreyer die Orgelsanierung. „Eine Orgel sollte etwa alle 40 Jahre gewartet werden“, erklärt er. Genau das stehe für die Holler Kirchenorgel jetzt wieder an.

So soll die St.-Dionysius-Kirche in Schuss gehalten werden. Immerhin wurde sie bereits im Jahr 1277 erstmals urkundlich erwähnt, weiß Heimatforscher Hoffmann zu berichten. Damit hat die Kirche eine lange Geschichte, die die Gemeinde erhalten will.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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