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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Die Seele verbindet Jazz und Bildhauerei

02.05.2019

Hude Wer eine Ausstellungseröffnung des Huder Künstlers Wolf E. Schultz im Skulpturenhaus in der Klosterremise schon einmal miterlebt hat, der weiß, dass nicht nur große Holzkunst, meist in Form von Stelen, gezeigt wird. Auch handliche, kleine Stellobjekte sind in seinen Ausstellungen zu sehen. Aber vor allem die schillernden Beschreibungen des Künstlers selber machen die Vernissage jedes Mal zu etwas Besonderem.

Das traf auch für die neue Ausstellung „WES like Jazz – Holzskulpturen von Wolf E. Schultz“ zu. Egal, ob man, aus welchen Gründen auch immer, einige Augenblicke später zur Vernissage erschien oder von Anfang an dabei war. Ein Einstieg in das, was der Holzbildhauer vornehmlich aus Holz geschaffen hat, war schnell zu finden.

Arbeit erinnert ihn an Jazz

Zum einen liegt es an den Skulpturen selber, wie die dunkelbraune Stele, die an den gewölbten Bauch einer Schwangeren erinnert.

Seine Ausstellung hatte der Künstler diesmal allerdings in einen ganz anderen Zusammenhang gestellt. „Meine Arbeit erinnert mich an Jazz. Das ergibt sich aus dem Leben mit dem Material“, so seine Gedankengänge.

Die Form, oder besser die Melodie, muss laut Schultz in der Handhabung so selbstverständlich sein, dass sie direkt abfließen kann und im Material gerinnt. Die Lust am Jetzt erlaubt keine Überlegungen zwischen Vergangenheit und Zukunft, sondern surft auf der Welle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ein Zustand wie im Rausch, so Schultz.

Schultz und sein Kornett

Als Seemann besaß Wolf E. Schultz ein Kornett auf dem er nach Noten von Louis Armstrong im Achterpiek probte. Bis der Kapitän beim ordentlichen Glas Whiskey bat, dies zu lassen. Er fürchtete die Verwechslung mit Signaltönen.

Whiskey mag Schultz bis heute noch nicht, aber die Musik von Armstrong, die möchte er irgendwann bei seinem Begräbnis hören. Der Titelwunsch lautet „Potato Head Blues“. Ein Armstrong deshalb, weil er etwas von seiner Seele in seiner Musik durchblicken lässt. Die „Seele“, ist das Lebensthema von Wolf E. Schultz.

Immer wieder kommt er in seinen Werken auf den Seelenzustand zu sprechen. Seele findet er in seinem Werkstoff Holz. Seele hat auch eine alte Mooreiche.

Für Schultz hat das Stück als „Rauer Flügel“ eine besondere Bedeutung. Geformt durch einen Abbruch, sieht er den Flügel mit feiner Äderung im Detail. Eindeutig der Teil eines Flügels. Bereit zum Abflug in die ihm eigene Seelenwelt. Ein Stück Bewegung durch die Zeit.

Auf Seelensuche gehen

Die Reihe der Beschreibungen und Assoziationen ließe sich fortführen. Am besten ist es aber, die Ausstellung persönlich zu besuchen, um selbst auf Seelensuche zu gehen.

Die Öffnungszeiten des Skulpturenhauses an der von-Witzleben-Allee sind samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können Besichtigungen unter Telefon  04408/7777 vereinbart werden.

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