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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Hospizkreis Ganderkesee/Hude: Mitarbeiter warnen vor Pflegenotstand

20.03.2019

Hude /Ganderkesee Klare Worte gesprochen und Tatsachen geschaffen: Bei der Mitgliederversammlung im Huder Kulturhof berichtete der Hospizkreis Ganderkesee/Hude am Montagabend über seine erfolgreiche Arbeit und fand in Holger Lebedinzew einen Nachfolger für Rainer Heinken, der nicht mehr zur Wahl als 2. Vorsitzender angetreten war. „Ich bin stolz darauf, was aus dem Verein geworden ist“, sagte das Gründungsmitglied. Es wurden aber auch die Schattenseiten der Pflege betont und eine Möglichkeit aufgezeigt, wie man selbst aktiv werden kann.

Rainer Heinken BILD: Jürgens
Rainer Heinken BILD: Arne Jürgens

Zwölf Jahre voller Einsatz

Nach insgesamt zwölf Jahren Vereinsarbeit verlässt Rainer Heinken den Vorstand. Das Gründungsmitglied hatte als Schriftführer begonnen und war 2011 zum 2. Vorsitzenden gewählt worden. Nun trat Heinken nicht mehr zur Wahl an.

Genau 42 stimmberechtigte Mitglieder hatten an den Wahlen teilgenommen. Neben der 1. Vorsitzenden Christiane Peikert-Baramsky wurden auch Kassenwartin Annegret Ullmann, Schriftführerin Brigitte Frank und Beisitzerin Andrea Treiber in ihren Ämtern bestätigt. Auf Antrag von Holger Lebedinzew gab es bei der Wahl zum 2. Vorsitzenden eine geheime Abstimmung. „Ich brauche ein ehrliches Votum wegen meiner persönlichen Verbundenheit“, sagte Hudes Bürgermeister, der mit Susanne Lebedinzew verheiratet ist. Sie ist eine der drei Koordinatorinnen des Hospizkreises. Mit 35 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und vier Nein-Stimmen wurde Holger Lebedinzew gewählt.

Sein Vorgänger betonte in seiner letzten Rede die erfolgreiche Arbeit des Hospizkreises: „Wir werden immer bekannter. Inzwischen haben wir eine wahnsinnige Zahl von Anrufen auf unserem 24-Stunden-Handy“, sagte Heinken. Insgesamt 16 000 Kilometer hätten die Hospizmitarbeiter zurückgelegt – alleine 7000 davon entfielen auf die drei Koordinatorinnen Sina Bachmann, Linda Bahr und Susanne Lebedinzew. Viel Arbeit sei bei der Gestaltung der neuen Webseite angefallen. Zur Unterstützung suche man nach einer zweiten Bürokraft.

Im Anschluss berichteten die Koordinatorinnen von ihrer Arbeit. 56 ehrenamtliche Hospizbegleiter gebe es in Ganderkesee und Hude, die bei entsprechenden Lehrgängen geschult würden. „Mit 52 Begleitungen hatten wir so viele wie noch nie. Dabei mussten wir keine Begleitung ablehnen“, sagte Susanne Lebedinzew. Eine Neuerung sei der Kinderhospizdienst, berichtete Sina Bachmann: „Im Moment führen wir eine Familienbegleitung durch. Es gibt Bedarf.“

Inmitten der positiven Berichte kamen aber auch drastische Aspekte zur Sprache. „Wir haben keine Zeit mehr zu warten. Das Pflegepersonal ist überlastet“, sagte Linda Bahr. Deshalb müsste man lernen, kleine Handgriffe in der Pflege selbst zu tätigen und sich wieder mehr füreinander zu interessieren: „Wir können nicht an jedem Bett stehen.“ Zur Unterstützung werde in diesem Jahr das Konzept für den Kurs „Letzte Hilfe am Lebensende“ entwickelt.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Westerstede
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