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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Sieben Todsünden und Spiele der Götter

23.01.2020

Hude /Kirchkimmen Was sind denn noch mal die sieben Todsünden? – Wer’s nicht auf Anhieb zusammenbekommt, kann sich von den bunten Bronzeskulpturen inspirieren lassen, die auf weißen Sockeln in der Galerie am Stall in Hude-Kirchkimmen thronen: die Völlerei oder die Wollust, Habgier, Zorn, Missgunst, Hochmut und Faulheit. Der Bildhauer und Maler Terence Carr hat das Thema „Todsünden“ auf eine ganz besondere Art in seinen figürlichen Skulpturen aufgearbeitet. Carr ist Geschichtenerzähler. Er möchte den Menschen mit seinen Werken auch einen Spiegel vorhalten.

Die Spaßgesellschaft

Carr findet sie nicht gut, die heute so oberflächliche Spaßgesellschaft, beschreibt Galerist Frank L. Giesen die Intention des Künstlers.

2020 in der Galerie

Mit der Ausstellung „Storyteller“ mit Werken von Terence Carr startet die Galerie am Stall vom 26. Januar bis 23. Februar in ihr 12. Jahr.

Vom 22. März bis zum 19. April zeigt die Galerie mit Katharina Gerold (Berlin) und Nanja Heid (Bremen) erstmals zwei Künstlerinnen, die unter anderem Charakterköpfe präsentieren, die aus Keramik oder mit Nadel und Faden geschaffen wurden.

Vom 10. Mai bis 7. Juni widmet sich die Galerie in einer posthumen Ausstellung den außergewöhnlichen Plastiken des 2010 verstorbenen Bildhauers Yuri Wedro. Die Schau wird von Uwe Schloen, selbst Künstler der Galerie, kuratiert.

Vom 6. Juli bis 2. August werden die Galerieräume geprägt von den farbigen, zwei- und dreiteiligen Bildtafeln von Ernst Wolf (Stuttgart), die ein sehr feines Gespür für Farbe auszeichnet.

Vom 6. September bis 4. Oktober sind neue bildhauerische Arbeiten in Stein und Corten-Stahl und Collagen von Martine Andernach (Mühlheim-Kärlich und Paris) zu sehen.

Vom 8. November bis 6. Dezember endet das Galeriejahr mit neuen Malereien von Miro Zahra (Schloss Plüschow).

Die Farbigkeit, Leichtigkeit und Lebendigkeit seiner Skulpturen stehe im Kontrast zum Inhalt seiner Geschichten. Es gehe um Gut und Böse, Sehnsüchte, Ängste, Freuden der Menschen.

Giesen präsentiert die neue Ausstellung „Storyteller“ mit Werken von Terence Carr zum Start in die Saison 2020. Am Sonntag, 26. Januar, sind alle Kunstfreunde herzlich eingeladen zur Vernissage. Ab 15 Uhr führen der Galerist und der anwesende Künstler im Gespräch in die Ausstellung ein.

Es sind nicht nur die sehr figürlich gehaltenen sieben Todsünden zu bestaunen. Auch großformatige Wandskulpturen sind zu sehen. In diesen Werken erzählt Terence Carr ebenfalls Geschichten. Man kann stundenlang davor stehen und immer noch Neues entdecken. Immer wieder taucht dabei das Flugzeug als Symbol auf. Carr sehe darin so etwas wie moderne Engel. Auf der einen Seite würden sie dafür sorgen, dass man schnell über große Entfernungen von A nach B komme, auf der anderen Seite würden sie in einer Art und Weise genutzt, die für Umwelt und Menschen nicht gut sei. Carr gelinge eine Formensprache, die er so noch nirgendwo gesehen habe, schwärmt Galerist Giesen von den Werken.

Bevölkert von Figuren

Carrs skulpturale Arbeiten aus unterschiedlichen Werkstoffen seien bevölkert von Figuren. Mal stoßen sie sich ab, mal ziehen sie sich an, sie sind in- und miteinander verschränkt. „Auch der Umgang mit Farben ist sensationell“, sagt der Galerist.

Holzskulpturen

Neben den Wandskulpturen und den sehr figürlichen „Todsünden“ sind in der neuen Ausstellung auch abstrakte Holzskulpturen zu sehen, die der Künstler jeweils aus einem Stück Holz gesägt und anschließend bemalt hat. Es sind Frauenfiguren aus der Serie „The Women“. Weitere Bronzen und Alu-Güsse runden die Ausstellung ab.

Terence Carr gehört zu den Künstlern der Galerie am Stall. Das letzte Mal war er vor fünf Jahren in Hude. Jetzt präsentiert er wieder ganz neue Aspekte seines kreativen Schaffens.

Der Künstler kam 1952 in Nairobi/Kenia als Sohn irischer Eltern zur Welt und genoss eine sehr konservative, werteorientierte Erziehung. 1971 kam Carr nach Europa. Er war Offizier der Britischen Armee, bevor er von 1979 bis 1982 an der Universität Augsburg studierte und seitdem freischaffend und sehr erfolgreich als Maler und Bildhauer arbeitet. Er hat sein Atelier in Günzburg.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Storyteller“ ist ab dem 26. Januar bis zum 23. Februar geöffnet, und zwar mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 14 bis 18 Uhr. Auch besteht die Möglichkeit, die Ausstellung an anderen Terminen nach Vereinbarung zu besichtigen. Die Galerie am Stall liegt in Hude-Kirchkimmen, Am Ebenesch 4. Die Rufnummer lautet 0 44 08/80 99 98 48.


Mehr Infos unter   www.galerie-am-stall.de 
Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
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