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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wo die Mönche Biber aßen...

10.11.2017

Hude Die Huder Zisterziensermönche waren Vegetarier. Fisch kam bei ihnen aber auf den Teller – und sogar Biber als Fastenspeise. „Wahrscheinlich, weil die Biber im Wasser lebten“, seien diese Tiere als Fischgericht von den pfiffigen Mönchen deklariert worden. Das erzählte Gästeführerin Edith Buskohl am Mittwochabend. Sie machte eine Besuchergruppe bei einem abendlichen Spaziergang durch den Klosterbezirk mit der jahrhundertealten Geschichte des Ortes vertraut.

Die beleuchtete Klosterruine und die Elisabeth-Kirche, die frühere Torkapelle des Klosters, wurden bei dem Rundgang besucht, gespickt mit vielen Informationen über die Zeit früher und heute.

Die Erläuterungen von Edith Buskohl stießen auf großes Interesse bei den Teilnehmern. Es waren sieben angehende Gästeführer aus dem Oldenburger Land gekommen, die zurzeit die Ausbildung „Gästeführen mit Stern“ bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) absolvieren.

Das ist ein insgesamt 131 Unterrichtsstunden umfassender Kursus, der die Grundtechniken einer zeitgemäßen, erlebnisorientierten Gästeführung vermittelt. Dabei geht es um Methodik, Rhetorik und Kommunikation, um Fachwissen und natürlich auch um Praxisübungen, wie Bernhard Wolff, Geschäftsführer der LEB-Kreisarbeitsgemeinschaft berichtete.

Die Führung mit Edith Buskohl leitete den Abend ein. Im Anschluss gab es zum Aufwärmen ein Süppchen in der Klosterschänke und reichlich Informationen, die Kerstin Sonka und Martina Weisensee vom Verein Touristik-Palette über die „Gemeinde im Grünen zwischen den Oberzentren Oldenburg und Bremen“ präsentierten.

Spannend war auch der abschließende Vortrag von Gutsverwalterin Greta von Witzleben. Unter dem Titel „Ein Landschaftspark im Wandel der Jahrhunderte“ berichtete sie über den einstigen „Baumhof“ des Huder Klosters, der später zum englischen Landschaftspark der Familie von Witzleben wurde.

„Hude wurde aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet“, sagte Martina Weisensee. Die angehenden Gästeführer hätten einige Anregungen mitnehmen können. Es habe auch schon Nachfragen gegeben zu Touren, die dann auch mal aus anderen Orten nach Hude führen könnten.

Ausgebildete Gästeführer finden ein umfangreiches Betätigungsfeld. Auch in Hude ist man bemüht, weitere Männer und Frauen zu begeistern, die Spaß daran haben, Besuchergruppen durch die Gemeinde zu führen oder Themenführungen zu organisieren. Unter den jetzigen Teilnehmern des LEB-Kurses, der Mitte August begann und Mitte Dezember endet, ist mit Wilhelm Rippen auch ein Huder.

Voraussichtlich schon im nächsten Jahr werde es einen weiteren Gästeführer-Kursus der Ländlichen Erwachsenenbildung im Landkreis geben, so Martina Weisensee. Wer sich darüber näher informieren möchte, kann sich an die Geschäftsstelle der Touristik-Palette Hude e. V. wenden. Der Verein Touristik-Palette Hude übernimmt für Huder auch einen Teil der Kosten für die Qualifizierungsmaßnahme, wenn sie denn nach ihrer Ausbildung auch Gästeführungen in Hude organisieren. Die Kursgebühr beträgt 450 Euro.


     www.touristik-palette-hude.de 
Klaus Derke Hude / Redaktion Hude
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