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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Bühne frei!“: Auf Weltreise mit Sybille Kynast

29.10.2019

Hude Eine ausdrucksstarke Alt-Stimme und drei Musiker mit Geige, Kontrabass und Gitarre präsentierten Lieder, die unter die Haut gingen. Sibylle Kynast plädiert bei ihren Konzerten stets für gegenseitigen Respekt und Völkerverständigung. Der Einladung des Huder Kulturteams unter dem Motto „Bühne frei!“ in die Huder Klostermühle waren zahlreiche Besucher gefolgt und bedankten sich mit viel Applaus.

Die Melodien empfanden die Gäste als beschwingend und unterhaltsam, dabei würden die Texte zum Nachdenken anregen. „So wie sie das rüber bringt, das geht unter die Haut“, sagte eine Besucherin. Gelobt wurden das harmonische Miteinander des Quartetts und der passende Rahmen des Veranstaltungsortes, die alte Wassermühle.

Den Klosterbezirk mag Sibylle Kynast „besonders gern“. Ihr großes Anliegen sei die Völkerverständigung und der gegenseitige Respekt aller Menschen. Ihre Lieder aus verschiedenen Kulturen und Religionen hat die Künstlerin während ihrer Reisen kennengelernt. Sie stammen aus Spanien, Griechenland, Israel, Lateinamerika, Osteuropa und Deutschland. Auch Lieder der Sinti und Roma sind dabei.

So vielfältig die Lieder sind, so vielfältig hat Kynast sie auch gesungen: Auf Jiddisch, Hebräisch, Latino, Spanisch und Russisch trug die Musikerin sie vor und nahm die Besucher mit auf eine Reise. Vor jedem Lied erklärte sie, worum es darin geht. Es ging um Gefühle, wie Liebe und Glück, Schmerz und Enttäuschung. Weitere Stücke waren eine Hommage in Erinnerung an „ihre leider zu früh verstorbene Freundin Alexandra“ und eine weitere in Verbundenheit mit dem Sänger Charles Aznavour.

Die Hamburgerin lebt inzwischen im Bremer Umland. Seit Ende der 60er Jahre steht sie auf der Bühne. Früher als Mitglied der City Preachers mit Alexandra, Udo Lindenberg und Inga Rumpf unterwegs, gründete sie 2009 ihr eigenes Ensemble. Ihr Anliegen nach Völkerverständigung und dem Miteinander sei durch ihre jüdischen Wurzeln stark geprägt.

Die Sängerin und Gitarristin stellte ihre „großartigen“ Musiker vor: Sorin Ferat, der mit seinem Geigenspiel brillierte, begann als Sechsjähriger Geige zu spielen. Er studierte in Bukarest Musik und spezialisierte sich auf das klassische Violinenspiel.

Horst Memmen, der klassische Gitarre studiert hat, bildet durch seine musikalische Kompetenz das Rückgrat des Ensembles. Und mit seinem Bassspiel stellt Paul Rudolf die Grundlage für das Klangbild der gesangstarken Stücke. Er spielte bereits in den 60er Jahren in Bigbands und anderen Formationen unterschiedlichste Stilrichtungen des Jazz, von Swing bis Latin.

Als Quartett, aber auch als Quintett treten die Musiker im norddeutschen Raum auf. Aktuell arbeiten sie an ihrer neuen CD: „Liedervielfalt der Kulturen zur Weihnachtszeit“. 13 Weihnachtslieder aus Deutschland, Spanien, Galicien, Frankreich, Polen, Finnland, Norwegen und Lateinamerika sind in neun Sprachen zu hören. „Mit unbekannten Liedern in verschiedenen Sprachen möchte ich Weihnachten zu einem Fest werden lassen, in dem deutlich wird, wie Musik Brücken baut zwischen den Kulturen und die Menschen verbindet“, so Sibylle Kynast.

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