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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Jetzt sind kreative Ideen gefragt

06.12.2018

Hude In die Diskussion um die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes der alten Schule (Kreativzentrum) im Huder Klosterbezirk, schaltet sich jetzt auch die Gutsverwaltung von Witzleben ein. Schon vor circa einem halben Jahr habe sie ihr Konzept der Kirche, dem Gemeinderat, dem Landkreis und dem Denkmalschutz vorgelegt, berichtet Gutsverwalterin Greta von Witzleben. Das besagte Areal gehört der evangelischen Kirchengemeinde. Nachdem es Gerüchte gab, dass die Kirche das Gebäude eventuell verkaufen wolle, habe die Gutsverwaltung vorsorglich schon mal Interesse angemeldet.

Die Familie von Witzleben sei mit Hude und der Ortsgeschichte über Jahrhunderte eng verwurzelt. „Das Klosterensemble ist die Perle von Hude und ist durch die Klosterruine überregional bekannt. Hudes ,gute Stube’ ist und bleibt das Aushängeschild der Gemeinde“, so Greta von Witzleben. Ihre Familie sei sich dieser Verantwortung bewusst. Die Familie von Witzleben habe großes Interesse, die alte Küsterei und die alte Schule zu erwerben, wenn sie denn zum Verkauf stehen sollten. Durch die Sanierung und Umnutzung der denkmalgeschützten Gebäude könnte der ortsprägende Charakter als kultureller und öffentlicher Mittelpunkt im Zusammenspiel mit dem Gesamtensemble des Klosterbezirks noch besser herausgestellt werden. Die positive Entwicklung der Freunde des Klosters stelle zudem eine Basis für die wirtschaftliche und kulturelle Nutzung des Gebäudes der alten Schule dar.

Greta von Witzleben hat ihre Nutzungsideen schon mal umrissen.

Begegnungsstätte

Das gesamte Erdgeschoss der alten Schule sollte demnach als öffentliche Begegnungsstätte gestaltet werden. Schöne Räumlichkeiten mit entsprechenden sanitären Bereichen für Tagungen und kulturelle Veranstaltungen. Man könne über die Möglichkeit der Nutzung von eigenen Schulungs-/Versammlungsräumlichkeiten durch die Gemeindeverwaltung beziehungsweise regioVHS nachdenken, ähnlich dem Kulturhaus Müller in Ganderkesee.

Beherbergung

Im Obergeschoss der alten Schule wäre die Herrichtung einer Beherbergungsstätte für Kurzurlauber, Radwanderer und Hochzeitsgäste (Hochzeitssuite) möglich. Durch die Schaffung von kleinen Hotelzimmern bzw. Ferienwohnungen werde die Nutzung über die Klosterschänke abgerundet, so von Witzleben. Auch wäre eine Idee, einen Sommergarten (Café), mit Blick auf die Wassermühle auf dem Grundstück zu schaffen. Die Gutsverwaltung würde zudem die jetzigen Mieter in der alten Küsterei zu gleichen Konditionen übernehmen.

Visionen

Es sind zunächst nur Visionen. Mit dem Konzept könne man aber der „guten Stube von Hude“ das „Sahnehäubchen aufsetzen“, ist Greta von Witzleben überzeugt.

Politik

Am Mittwoch, 12. Dezember, 17 Uhr, tagt auf Betreiben der Grünen und der SPD der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt im Huder Rathaus. Einziges Thema der Sondersitzung ist die alte Dorfschule (Kreativzentrum) im Klosterbezirk, nachdem der Bürgermeister den Vertrag mit der Kirchengemeinde über die Nutzung ab dem 1. Januar 2019 nicht verlängern will. Pastor Reiner Backenköhler wurde zu der Sitzung eingeladen. Ein Hinweis auf das vorliegende Konzept der Familie von Witzleben findet sich in der Sitzungsvorlage nicht.

Kirche

Wie Pastor Backenköhler auf Nachfrage der NWZ berichtete, stammt das Gebäudeensemble Schule/Küsterei im Klosterbezirk noch aus dem vorletzten Jahrhundert, als die Kirche als Trägerin der Schule Hude I fungierte. Und die Küsterei wurde neben der Schule und nicht neben der Kirche errichtet, weil der Küster damals auch der Lehrer und der Organist war.

Als die Schule nicht mehr benötigt wurde, wurde ein Pachtvertrag mir der Gemeinde vereinbart, um in den Räumen die Erwachsenenbildung unterzubringen. Es war laut Backenköhler immer eine sehr günstige Pacht von der politischen Gemeinde zu zahlen. Dafür sollte sich die Gemeinde um die Gebäudeunterhaltung kümmern. „Wir verstehen uns als Partner der Gemeinde“, so Backenköhler. Deshalb wolle man jetzt auch das endgültige Votum aus der Politik abwarten. Backenköhler will in der Sitzung am 12. Dezember noch andere Pachtmodelle vorstellen.

Kirchenrat

Ob die Gebäude im Klosterbezirk zum Kauf angeboten werden sollen, wenn die politische Gemeinde kein Interesse hat, ist laut Backenköhler offen. Diese Entscheidung obliege der demokratischen Entscheidung im Gemeindekirchenrat. Zunächst werde es dann aber eine Gebäudeanalyse als Beratungsgrundlage geben müssen, um sehen zu können, wie hoch der Wert und der Sanierungsaufwand tatsächlich seien. „Uns als Kirche ist der Klosterbezirk wichtig. Wir möchten, dass es zu einer angemessenen Nutzung kommt“, so der Pastor.

Klaus Derke Hude / Redaktion Hude
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