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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Künstler schaffen Vermächtnis in Hude

19.01.2019

Hude Ein Ort, an dem Besucher an jeder Ecke eine neue Inspiration entdecken können – das ist das Kulturdenkmal der Klosterruine Hude für viele Künstlerinnen und Künstler. Das malerische Idyll bietet dem Betrachter aus verschiedensten Perspektiven einprägsame Eindrücke: Sei es die alte Holzhütte neben der Schafweide, der kleine Fluss mitsamt Schleuse neben der Fachwerk-Wassermühle oder die Klosterruine selbst in all ihren Facetten. Für kreative Köpfe wie Sapona Nakwisi, Anatolij Wellmann oder Wolf E. Schultz ist dieses Gelände ein Quell ihrer Werke.

Da Kunst lebendig ist und in Bewegung bleibt, wird Wellmann die Gemeinde verlassen und in Österreich ein neues Studio aufbauen. Seine Werke bleiben aber in der Kloster-Schenke zu sehen. Der Collagen-Künstler hatte zuletzt auf dem Klostergelände gelebt und gearbeitet. „Auch wenn er wegzieht, besteht weiter eine große Verbundenheit mit den Menschen in Hude“, ist sich seine Bremer Künstlerkollegin Sapona Nakwisi sicher. Sie hatte gemeinsam mit Wellmann am Ende des vergangenen Jahres ihre Arbeiten unter dem Titel „Träumende Ruinen“ im Klostermuseum ausgestellt.

Persönliche Interpretation des Geländes

Was die Künstler in Hude hinterlassen wollen, ist nicht weniger als ein „Vermächtnis der Kunst“. Angefangen mit den Bildern des Oldenburger Hofmalers Theodor Presuhn (1810 bis 1877), der ebenfalls verschiedene Ansichten der Klosterruine in Hude gemalt hatte, zeigen Wellmann, Nakwisi und Schultz ihre Interpretationen des historischen Geländes – jeder dabei unabhängig auf seine persönliche Art und Weise. Dennoch besteht eine besondere Verbindung.

„Wir standen einmal gemeinsam am Wasser und haben die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Am Abend konnten wir beobachten, wie das Mondlicht das Aussehen der Steine an der Ruine verändert und die Schatten der Bäume einen Kontrast zu den geometrischen Formen des Baus bilden“, beschreibt Nakwisi einen „magischen Moment“. In dieser engen Verbundenheit zur Natur würden sie sich alle wiederfinden.

Authentische Erlebnisse bei Ausstellung

Einmalig sei es gewesen, als der Bildhauer Schultz, der selbst seit Jahren im Skulpturenhaus ausstellt, Wellmann und Nakwisi zur Vernissage ihrer Ausstellung vor den versammelten Besuchern zum Interview gebeten hatte. „Ich reise viel durch die Welt, doch so etwas habe ich vorher noch nicht erlebt. Es war ein so authentisches und einprägsames Gespräch“, erinnert sich Nakwisi, die sich als Multimedia-Künstlerin bezeichnet.

Für ihre Malerei verwende die gebürtige US-Amerikanerin mithilfe moderner Techniken „mineralische Materialien, die einen historischen Wert für die deutsche Geschichte haben“. Mit ihrem Stil schafft sie Bilder, die auf den Betrachter wie dreidimensionale Darstellungen wirken.

Künstler sind Hudern dankbar

Für Wellmann und Nakwisi ist es wichtig, ihre Dankbarkeit gegenüber den Hudern auszudrücken, die sie unterstützt haben. Insbesondere der Verein „Freunde des Klosters Hude“ und die Familie um Greta von Witzleben und Philipp Verpoorten, die das Gelände besitzt, hätten sich für die Kunst eingesetzt.

Infos zu beiden Künstlern gibt Nakwisi unter Telefon 0171/­529 22 28 oder per E-Mail an sapona@nakwisi.com.

Arne Jürgens Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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