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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Pfarrer freut sich auf seine Aufgaben

09.10.2019

Hude /Lemwerder Vor gut einem Monat übernahm Pfarrer Dr. Clement Akinseloyin sein Amt in den katholischen Kirchengemeinden St.-Marien Hude und Hl. Geist Lemwerder. „Es ist natürlich viel Neues, was ich aufnehmen muss“, sagt er, doch mittlerweile habe er sich eingelebt und komme zurecht. „Ich freue mich, hier zu sein. Die Menschen sind so freundlich und entgegenkommend“, freut sich der Pfarrer. „Überwältigt“ sei er von seinem feierlichen Empfang am 8. September in der kleinen katholischen Kirche an der Breslauer Straße in Hude.

Gerührt war Pfarrer Clement, wie ihn viele rufen, ebenfalls, als er kürzlich an der Einführung der evangelischen Pastorin Birte Wielage, in Hude teilnahm. Die lockere Art des Umgangs habe er so noch nicht erlebt, er freue sich schon auf den ökumenischen Geist in der Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche.

Nach seiner Bewerbung hatte sich der nigerianische Pfarrer den katholischen Gemeindekirchenräten in Hude sowie in Lemwerder vorgestellt, die dann positiv für ihn abstimmten. Für ihn stehe fest, dass er bleibe.

Auf die Frage nach Heimweh antwortet der Nigerianer: „Heimat ist Heimat.“ Fast in jedem Jahr fliege er einmal nach Hause, wo seine Mutter und sieben Geschwister leben.

Auf dem Weg

Sein Wunsch, Seelsorger und Priester zu sein, entwickelte sich in seiner Kindheit. Bereits im Alter von zwölf Jahren hatte Clement sich dazu entschieden, Priester zu werden. Als Messdiener erlebte er 1974 „überwältigt“ eine Priesterweihe und begleitete mit großer Freude Missionare, zum Beispiel aus Irland und Deutschland. „Das übte eine große Faszination auf mich aus“, erinnert sich der Pfarrer.

Er arbeitete nach seiner Priesterweihe 1987 einige Jahre als Seelsorger in seinem Heimatbistum Ondo. Von 1990 an war er fünf Jahre lang als Direktor der Diözesankommission für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden tätig. Gern spricht er über den verstorbenen Missionar Pater Dr. Engelbert Beyer, den „Weißen Vater“ aus Ibbenbüren, der in dem Priesterseminar zu Peter und Paul, in Bodija-Ibadan, Nigeria, viele Jahre doziert hatte. Der Professor habe ihn durch seine „unglaubliche Kompetenz in allen theologischen Fächern“ beeinflusst. Davon wollte Akinseloyin mehr kennenlernen.

1998 nach Deutschland

So kam er im Jahr 1998 nach Deutschland, um bis 2002 an der philosophisch-theologischen Hochschule Sankt Georgen ein sozialethisches Aufbaustudium zu absolvieren. Während dieser Zeit wirkte er als Rector Ecclesia (Leiter) der Klosterkirche der Schwestern vom Guten Hirten in Hofheim am Taunus.

Stets im Einsatz für seinen Bischof kehrte der Pfarrer für vier Jahre nach Nigeria zurück, wo er die Leitung der Kirchengemeinde Mary Queen of Angels in Akure übernahm. Außerdem leitete er ein Landwirtschaftsprojekt sowie die Diözesankommission für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden.

Im Oktober 2007 nahm Akinseloyin ein Promotionsstudium in Sankt Georgen auf. Nach dem erfolgreichen Abschluss kam er 2011 als Pfarrer in die Kirchengemeinde St. Jakobus im Saterland. Von dort wechselte er 2014 in die Kirchengemeinde St. Catharina nach Dinklage und 2016 zur Kirchengemeinde St. Vitus in Visbek.

Hude und Lemwerder

Das neue Zuhause von Pfarrer Clement werden die Kirchengemeinden St. Marien in Hude (1500 Mitglieder) und Heilig Geist in Lemwerder (1000 Mitglieder) sein, die zum Dekanat Delmenhorst gehören, eines von acht Dekanaten des Offizialatbezirks Oldenburg.

Pfarrer Clement freut sich jetzt auf seine Aufgaben, auf die Menschen und die enge Zusammenarbeit mit allen Gruppen seiner Gemeinden. Er will nach und nach alles kennenlernen und dann auch eigene Ideen einbringen, sagt der Seelsorger.

Sein Vorgesetzter ist Wilfried Bernhard Theising, Weihbischof in Münster und Offizial des Offizialatbezirks Oldenburg mit Sitz in Vechta.

Doch wer sein oberster Chef ist – das ist ja klar!

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