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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Lesung In Hude: Was der Krieg mit den Familien macht

12.02.2020

Hude Die Oldenburger Professorin Dr. Gunilla Budde hat mit „Feldpost für Elsbeth“ einen ganz besonderen Roman herausgegeben. Am Freitag, 6. März, ist die Autorin auf Einladung der Buchhandlung Lesen & Mehr von Gerburg Schaller in Hude zu Gast.

Gunilla Budde ist seit 2005 Hochschullehrerin für deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Oldenburg. Erst kürzlich wurde sie zur Sprecherin der Mitgliedsversammlung des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) berufen.

Das Leben und Leiden im Krieg wird überdeutlich in dem Buch, in dem es um die Brüder Ernst und Gerhard und ihre Briefe an ihre Mutter Elsbeth Budde geht. Die Akteure des Romans und die Autorin tragen den gleichen Nachnamen. Der wiederentdeckte Briefwechsel aus dem Ersten Weltkrieg stammt nämlich aus der Familie von Gunilla Budde und ist fast vollständig erhalten geblieben.

Es geht um den Großvater und den Großonkel der Autorin. Beide zogen damals mit großer Begeisterung in den Krieg, heißt es dazu. Schon im ersten Jahr fiel Ernst, der ältere der beiden Brüder, an der Ostfront. Beim jüngeren Sohn Gerhard schwächte der Tod des Bruders in keiner Weise die Kriegsbegeisterung. Er drängte geradezu danach, auch in den Krieg ziehen zu dürfen. Mit Hilfe eines Onkels gelang es der Familie wohl, ihn wenigstens zunächst von der Front fernzuhalten. Doch 1916 wurde auch er an die Ostfront verlegt und im selben Jahr schwer verletzt.

Zu dem Buch heißt es beim Wallstein-Verlag: Die vor kurzem wiederentdeckten gut 500 Briefe, die Elsbeth Budde und ihre Söhne Ernst und Gerhard austauschten, lassen die Leser teilhaben an der Zerreißprobe, vor die der Erste Weltkrieg die ostwestfälische Arztfamilie stellte. Schriftlich setzten Mutter und Söhne Familiengespräche und auch familiäre Konflikte fort, ungeschönt, manchmal schonungslos. Die Briefe eröffnen den Blick auf wechselnde Gefühlswelten genauso wie auf den alten Bruderzwist um die Gunst der Mutter. So entsteht ein bizarres Nebeneinander von Banalitäten und Pathos – die Klage der Söhne wegen ausbleibender Butterpakete und die Trauer um einen gefallenen Schulfreund in einem Federstrich. Als der ältere Sohn Ernst an der Front fällt, wird die Beziehung zwischen Gerhard, dem jüngeren Sohn, und seiner Mutter auf eine harte Probe gestellt.

Gunilla Bude hat auch zahlreiche Lichtbilder dabei, mit denen sie ihre Lesung bereichert.  Die Lesung findet im Martin-Luther-Gemeindehaus an der Waldstraße 31 in Hude am Freitag, 6. März, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf (Buchhandlung Lesen & Mehr, Parkstraße 30).

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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