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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Ich bleib dann mal hier“

29.07.2017

Hude Zweimal ging Winfried Behlau auf den Jakobsweg. Zweimal war für ihn nicht nur der Weg das Ziel, sondern auch die Menschen, die er in den Herbergen traf. „Ich bleib dann mal hier“ statt „Ich bin dann mal weg“ war dabei sein Motto.

Nach der Sommerpause nimmt der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord seine Reihe „Literatur in der Remise“ wieder auf. Der nächste Termin ist Mittwoch, 2. August, um 19 Uhr in der Huder Klosterremise. Dann wird der Delmenhorster Winfried Behlau von seinen Erlebnissen auf dem Jakobsweg berichten.

Sein Leben lang hat Winfried Behlau brav gearbeitet als Computertechniker und Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik.

Dann kam der Ruhestand – und was nun?

Man kann als Rentner auf dem Sofa liegen und nichts tun. Doch für Behlau war schnell klar, dass das nicht in Frage kam. Neues wagen war angesagt, und das bedeutete für ihn, sich auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela aufzumachen und dabei die Planung bewusst zu vernachlässigen.

Start- und Zielpunkt zu bestimmen, reichte ihm aus. Und zwischendurch einfach zu schauen, was der Tag bringt – ganz unbeschwert. Dabei gingen vielleicht Höhepunkte verloren, aber spontane Erlebnisse wurden gewonnen.

Mehr als Landschaften waren für den 71-Jährigen, der auf diese Weise 2000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt hat, Menschen aus aller Welt prägend. Nicht „Ich bin dann mal weg“ war sein Motto, sondern „Ich bleib dann mal hier“, in den verschiedenen Herbergen des Weges nämlich. Und vor allem die Begegnung mit den Menschen wird in der Lesung zum Ausdruck kommen.

Zweimal war Behlau auf dem Camino unterwegs und ging beide Male abschließend zum Kap Finisterre, dem Ende der Welt. Zwei kleine Tagebücher mit Reiseerlebnissen und Gedanken sind dabei entstanden und im Anschluss auch erschienen. Außer diesen beiden Büchern hat der Autor schon zuvor unter Pseudonym Kinderbücher veröffentlicht sowie den Band „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“.

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