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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Heldenmut und Feigheit eng beieinander

12.03.2019

Hude In der voll besetzten Remise fand jetzt die monatliche Lesung des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. statt. Die Oldenburger Autorin Barbara Delvalle las dabei aus ihrem Roman „Die Heukeroth-Schwestern“.

Der Roman hat eine fiktive Handlung und erzählt von den verbrecherischen Praktiken der Nazis im Gesundheitsbereich. Dabei geht es um den 15-jährigen Sohn einer von drei Schwestern, der eigentlich ein ganz normaler Junge wäre – hätte er nicht einen Epilepsie-Anfall gehabt. Dadurch gerät der begeisterte Hitlerjunge in den Fokus der Gesundheitsbehörde. Er soll nun mit seiner Mutter vor dem Erbgesundheitsgericht erscheinen, wo ihm ein Urteil zur Zwangssterilisation droht. Die Mutter hat eine ihrer Schwestern zu Hilfe gerufen. Doch ein versierter Anwalt rät ihnen, Oldenburg zu verlassen und Erich, den Jungen, zu verstecken.

Sie fliehen zur dritten Schwester, die in Kassel wohnt. Die Schwestern versuchen alles, um Erich zu retten. Doch überall lauern Gefahren und drohen den Plan scheitern zu lassen. In diesen Teil des Romans fließen nun Erzählungen der Großeltern der Autorin ein, so zum Beispiel die beklemmend realistische Schilderung eines Luftangriffs. Doch die Geschichte gehe gut aus, versichert Barbara Delvalle.

Heldenmut und Feigheit, Tragik, aber auch Humor in schrecklichen Zeiten schildert die Autorin in eingängiger Sprache. Eine Fortsetzung des Buches ist geplant, die in die Nachkriegszeit und zu den Anfängen der Bundesrepublik führen wird. In dieser soll gezeigt werden, wie die Opfer des Nationalsozialismus erneut zu Opfern gemacht werden, da die alten Amtsinhaber weiterhin Ämter ausüben.

Sieben Jahre hat die Journalistin und Pressereferentin eines Oldenburger Krankenhauses für das Schreiben ihres Romans gebraucht. Allein vier Jahre entfielen dabei auf die laut Barbara Delvalle unglaublich aufwendige Recherche. Sie hat sich gelohnt, denn die Detailgenauigkeit ist in jeder Szene des Romans spürbar. Die Zuhörer zeigten sich sichtlich beeindruckt und die Autorin erhielt am Ende viel wohlverdienten Beifall von den Zuhörern in der Remise.

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