• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schleichendes Entsetzen über gläserne Zukunft

04.05.2019

Hude Er wolle niemandem Angst machen, so Karl-Heinz Knacksterdt bei seiner Lesung in der Huder Klosterremise. Dennoch liefen vielen Zuhörern kalte Schauer über den Rücken. Der Oldenburger Autor war Gast der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich am ersten Mittwoch im Monat vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet wird.

Knacksterdt hat über vier Jahrzehnte in der Kommunikationsbranche gearbeitet. Nach seiner Pensionierung begann er, seine Erfahrungen schriftstellerisch zu verarbeiten. In diesen Tagen wird sein letzter Band der Trilogie „Manipulationen“ erscheinen, aus deren zweitem Band er in der Remise las.

Sein Protagonist Bernhard Schaf hat nach einem Unfall telepathische Fähigkeiten entwickelt und vervollkommnet, wodurch er zu einem Objekt skrupelloser Wissenschaftler wird. Um sich seine Fähigkeiten nutzbar zu machen, wurden ihm bei einer Hirnoperation ohne sein Wissen zwei Mikrochips implantiert.

Zwar erfährt er im Nachhinein davon, rückgängig machen lässt sich allerdings nichts. So wird Schaf zu einem Spielball wissenschaftlicher und vor allem politischer Mächte, die seine Fähigkeiten zur Manipulation anderer Menschen, insbesondere von Soldaten nutzen. Davon handelt der dritte Band.

Wir sind auf dem besten Wege, zum gläsernen Menschen zu werden, so Zuhörer und Autor bei der anschließenden Diskussion. Mikrochips werden schon jetzt Menschen unter die Haut gepflanzt, um beispielsweise Bankgeschäfte zu erledigen. In wenigen Jahren kann es gängige Praxis werden, Neugeborene sofort mit einem Chip zu versehen, der alle Ausweispapiere überflüssig macht. Bereits jetzt wird daran geforscht, Chips im Gehirn das Lernen überflüssig machen zu lassen.

In einem Zeitraum von circa fünf bis zehn Jahren könne das Wirklichkeit werden, so der Autor. Vor allen Dingen Banken und große Wirtschaftsunternehmen hätten großes Interesse daran, diese Möglichkeiten voran zu treiben.

Es gibt bereits etliches an wissenschaftlicher Literatur zu diesem Themenkomplex, so Knacksterdt. Ihm sei daran gelegen, ganz normale Menschen darauf aufmerksam zu machen, deshalb habe er die Form des unterhaltsamen Romans gewählt. Leicht und flüssig geschrieben, können die Bücher jedoch kaum das schleichende Entsetzen angesichts der „schönen neuen Welt“ verhindern. Die Zuhörer dankten dem Autor nicht nur durch Beifall und verließen die Remise sichtlich nachdenklich geworden.

Der Lokalsender O1 wird am Donnerstag, 23. Mai, eine Lesung Knacksterdts aufnehmen, die dann im August gesendet werden wird.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.