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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Museum In Hude: Hier wird Geschichte lebendig

27.09.2019

Hude Mit großem Engagement verfolgen die Freunde des Klosters Hude ihr Ziel, das Klostermuseum im ehemaligen Tanzsaal neben der Klosterruine für die Zukunft fit zu machen. Sie wollen so das kulturelle Erbe, das die Zisterziensermönche in der Region hinterlassen haben, bewahren und vor allen Dingen auch jüngeren Generationen vermitteln, dass die Zisterzienser „das unverwechselbare Gesicht unserer Heimat“ geprägt haben, wie Vorsitzender Prof. Klaus Rademacher betont.

Sehr viel Arbeit haben die Klosterfreunde in das Museumskonzept gesteckt, welches Rademacher örtlichen SPD-Politikern in Begleitung des Landtagsabgeordneten Axel Brammer bei einem Besuch vorstellte. Auch Bürgermeister Holger Lebedinzew und Peter Nieslony von der Denkmalpflege beim Landkreis nahmen an dem Gespräch teil, ebenso wie Gutsverwalterin Greta von Witzleben.

„Der Familie von Witzleben ist es zu verdanken, dass wir das hier noch haben“, so Rademacher. Denn erst Landdrost Kurt Veit von Witzleben hat nach dem Kauf des Klostergutes im Jahr 1687 dem weiteren Abbruch der aufgegebenen Klosterkirche Einhalt geboten.

Seit 1987 ist die Klosterkirchenruine aufgrund ihrer Einmaligkeit Bau- und Kulturdenkmal von besonderer nationaler Bedeutung. Im Museum gibt es Modelle, die zeigen wie groß und mächtig die Klosterkirche einmal war. Prof. Rademacher erzählte den Politikern von der Idee, eventuell mithilfe einer 3D-Lichtinstallation (Hologramm) die Ausmaße auch an der Ruine selbst darstellen zu können. Hier forsche man noch nach technischen Möglichkeiten. Eine 3D-Animation am PC, die ein Mitglied des Vereins erstellt hat, gibt es schon.

Ein wichtiger Punkt im Konzept der Klosterfreunde sind die speziellen Angebote für Schulen, um den Kindern die spannende Klostergeschichte näherzubringen. „Es sollte wieder selbstverständlich sein, dass mindestens jedes Grundschulkind der Gemeinde einmal in seiner Schulzeit im Museum war“, so Rademacher. 2018 seien aber gerade mal ein Prozent der 5576 Besucher im Museum Schüler aus Hude gewesen. Das waren zwei Klassen. Die Klosterfreunde hoffen, dass das mehr wird. Und sie sind auch für neue Ideen immer offen. So komme im November eine Schulklasse an einem Tag schon morgens um 8 Uhr. „Wir werden hier dann Kerzen aufstellen“, so Rademacher, um ein wenig die klösterliche Atmosphäre der damaligen Zeit nachzustellen.

Der Verein der Klosterfreunde findet für sein Konzept viel Anerkennung. Doch für die Umsetzung ist letztendlich Geld erforderlich. Um als Verein verschiedene Fördertöpfe anzapfen zu können, sind langfristige Verträge erforderlich. Daran werde zurzeit gearbeitet. Die Klosterfreunde sind Untermieter der Gemeinde, die den ehemaligen Saal von der Gutsverwaltung anmietet. Die Verträge sollen neu gestaltet werden, wenn der im Aufbau befindliche Zweckverband für das Klosterareal sich gegründet hat.

Mit relativ geringen Mitteln ließe sich auch eine Idee für einen Rundwanderweg durch das gesamte Klosterensemble mit seinen mehr als 20 Bau- und Kulturdenkmalen sowie Schutzgebieten verwirklichen. Die Wege seien da, was fehle sei die Ausschilderung und die eine oder andere Tafel mit Erklärungen, so Rademacher.

Zum 40-jährigen Bestehen des Vereins der Freunde des Klosters Hude soll auf jeden Fall schon mal ein Punkt von der Wunschliste vorgezogen werden: Die Klosterfreunde wollen einen neuen Eingang für ihr Museum direkt an der von Witzleben-Allee schaffen. Sie hoffen, dass sie das mit Eigenmitteln, Fördermitteln und Spenden hinkriegen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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